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Gert und Uwe Tobias zeigen Collagen

Sprengel-Museum Gert und Uwe Tobias zeigen Collagen

„Collagen im Dialog mit der Sammlung“: Die neue Ausstellung im Sprengel-Museum präsentiert Werke von Gert und Uwe Tobias. Bis zum 15. Januar 2017 begegnen sich in den Grafikräumen des Museums die Collagen der Zwillingsbrüder und Werke von Künstlern wie Nolde und Munch aus der Sprengel-Sammlung.

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Die Zwillingsbrüder kommen am Mittwoch um 18.30 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Aus der Ferne erkennt man nur abstrakte Farbverläufe, mal waagerecht gezogen, mal senkrecht vom Bildrand herabrinnend. Erst aus der Nähe sind auf den Arbeiten der Zwillingsbrüder Gert und Uwe Tobias Figuren erkennbar, genauer gesagt: Ausschnitte davon. „Collagen im Dialog mit der Sammlung“, heißt die Kunstschau in den Grafikräumen des Sprengel-Museums, für die die Brüder Werke ausgewählt oder geschaffen haben, die dem Prinzip Collage folgen.

„Ich habe den Künstlern die ganze Grafiksammlung zugänglich gemacht“, sagt Kuratorin Karin Orchard, die mit den beiden Künstlern 18 Werke aus der Sprengel-Sammlung ausgewählt hat, um sie den 74 Tobias-Arbeiten gegenüberzustellen. So sind auch Werke von Nolde und Munch zu sehen, von Franz Roh, René Halkett und Ella Bergmann-Michel. Anders als diese Künstler der klassischen Moderne spielen Gert und Uwe Tobias stets mit dem Knüpfen und Zerstören von Erzählsträngen.

Bis zum 15. Januar 2017 ist die Ausstellung „Collagen im Dialog mit der Sammlung“ im Sprengel-Museum zu sehen. Sie zeigt Werke von den Brüdern Gert und Uwe Tobias. Am Mittwoch um 18.30 Uhr wird die Kunstschau in Anwesenheit der Künstler eröffnet.

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Da scheint ein schräg unterm Kinn abgeschnittener Schädel auf einem geraden Strich zu schwimmen – doch der verläuft nicht waagerecht und kann damit keine Wasserlinie sein. Alles schwimmt, auch dieses Narrativ? Da hält eine Frauenfigur ihren Schädel in der Hand – und aus ihrem Hals wächst eine Nonnenhaube heraus. Eine Kritik an Kirche und Patriarchat?

Gert und Uwe Tobias, 1974 im rumänischen Kronstadt geboren, halten keine Botschaften bereit, vielleicht auch, weil sie als Kinder noch die Botschaften des Spätsozialismus erlebt haben, bevor sie nach Deutschland gelangt sind.
Offen lassen beide auch, wer welches Bild geschaffen hat, obwohl sie zwar in einem Atelier, aber doch getrennt arbeiten. „Ich werde von Gert und er wird von mir beeinflusst“, sagt Uwe Tobias. Und sein Bruder hebt die Einflüsse hervor, die beide einst als Studenten der HBK Braunschweig in Hannover aufgenommen haben: „Hier waren wir fast wöchentlich, im Sprengel-Museum, in der Kestnergesellschaft, im Kunstverein.“

Es waren wohl nicht die schlechtesten Eindrücke. Immerhin zeugen vom Erfolg der zwei viele Preise sowie Ausstellungen quer durch Europa und die USA – was wohl auch an der Zweiersymbiose liegt, die Museumschef Reinhard Spieler lächelnd „gelebte Collage“ nennt.

„Collagen im Dialog mit der Sammlung“.
Bis 15. Januar 2017 im Sprengel-Museum, Kurt-Schwitters-Platz. Eröffnung morgen um 18.30 Uhr in Anwesenheit der Künstler.

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