Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Grüner wird’s nicht: „Green Lantern“ mit Ryan Reynolds gestartet

Filmkritik Grüner wird’s nicht: „Green Lantern“ mit Ryan Reynolds gestartet

Noch ein Weltenretter: Am Donnerstag ist die Comicverfilmung „Green Lantern“ mit Ryan Reynolds, Blake Lively und Peter Saarsgard in den deutschen Kinos gestartet.

Voriger Artikel
Wie die Kulleraugen die Welt eroberten
Nächster Artikel
Ziegler rechnet in Eröffnungsrede mit Managern und Bankern ab

Selbst der menschliche Superheld Hal läuft zwar gern grün an, bleibt dennoch ziemlich blass.

Quelle: Warner Bros.

Langsam ist es genug mit all den Superhelden, die aus Comicheften stammen und seit Jahren mit Getöse die Kinoleinwände heimsuchen. So richtig ernst mag man diese Figuren – mit wenigen Ausnahmen – nicht mehr nehmen. Insofern ist es schon fast lobenswert, wenn im neuesten Beispiel „Green Lantern“ vom erfahrenen James-Bond-Regisseur Martin Campbell bewusst auf Komik gesetzt wird – beispielsweise in der Szene, in der der Held auf betont lustige Weise seine neu gewonnenen übermenschlichen Kräfte ausprobiert.

Der Held ist Hal Jordan, ein tollkühner Testpilot, der offenbar ein riesiges Problem mit seinem toten Vater hat, was allerdings nur einmal kurz bedeutsam ­angedeutet und dann schnell wieder vergessen wird. Gespielt wird er von Ryan Reynolds, der aus nicht so recht nachvollziehbaren Gründen zum „Sexiest Man Alive“ 2010 erkoren worden ist und hier zum ersten Mal in seiner Karriere die Welt retten darf.

Ausgewählt wird dieser Hal im Film von einer intergalaktischen Ordnungsmacht, den grünen Männern (und Frauen?) der Green Lantern, die im Universum als Wächter für Recht und Ordnung sorgen. Und sich dabei unter anderem mit einem Scheusal, dem Parallax, herumschlagen müssen. Dieser Parallax bedroht unsere Erde, und weil nach dem tödlichen Ausfall des zuständigen Green-Lantern-Wächters Personalbedarf besteht, wird Hal für diesen Job ausgeguckt und bekommt einen grünen Ring überreicht, der ihm übernatürliche Kräfte verleiht.

So muss er sich mit einem durchgedrehten Wissenschaftler herumschlagen, der vom Oberschurken Parallax mit dem Bösen infiziert worden ist. Nach einem beeindruckenden Kampf kommt es zum Showdown, bei dem das Gute siegt und damit gleich ein Fortsetzungsfilm angedeutet wird.

Eine weitere Comicverfilmung mit viel Action und Science-Fiction-Elementen kommt auf die Leinwand: Am 28. Juli startet „Green Lantern“ in den deutschen Kinos.

Zur Bildergalerie

Ob es dazu auch wirklich kommt, ist allerdings fraglich. In den USA zumindest war das Einspielergebnis nicht gerade berauschend. Was wohl auch an den zahlreichen nicht übersehbaren Mängeln des Films liegt: Ständig werden Handlungsstränge abgebrochen. Die Szenen im Weltraum, vor allem auf dem Planeten der Green Lantern, wirken viel zu kurz. Auch über die außerirdischen Wächter erfährt man so gut wie nichts, obwohl sie die interessantesten Personen in dieser Geschichte sind.

Selbst der menschliche Superheld Hal läuft zwar gern grün an, bleibt dennoch ziemlich blass. So richtig überzeugen kann im Grunde nur Oberschurke Parallax – mit seiner eklatanten Scheußlichkeit.

Noch ein Weltenretter: Blasser Superheld. Cinemaxx Raschplatz. Cinemaxx Nikolaistraße, CineStar.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Filmkritik zu „Safe House“
Foto: Denzel Washington ist raus aus dem „Safe House“.

Action in Kapstadt: Denzel Washington muss raus aus dem „Safe House“ – und wird von Ryan Reynolds begleitet. Der Thriller ist am 23. Februar in den Kinos gestartet.

mehr
Mehr aus Kultur
Doppelausstellung in der Galerie Falkenberg

Abstraktion? Im Gegenteil: Die verblüffend gegenständliche Doppelausstellung 
"Erscheinungsbilder“ und „Flausch“ in der Galerie Falkenberg.