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Kultur „Halloween“-Rückkehr von Kultkiller Michael Myers spaltet das Netz
Nachrichten Kultur „Halloween“-Rückkehr von Kultkiller Michael Myers spaltet das Netz
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17:16 10.09.2018
Der Irrenanstalt entflohen: Kultkiller Michael Myers (Nick Castle) Quelle: Screenshot/Youtube
Toronto

„Happy Halloween motherfuckers!“, begrüßt Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis die Zuschauer bei der Premiere von „Halloween“ auf dem Toronto Film Festival (Kinostart: 25.10.2018). Und witzelt später auf Twitter:

Dass die Rückkehr von Kultkiller Michael Myers für Schockmomente sorgen sollte, dass ließen bereits der neue Trailer und die Bekanntgabe der Altersfreigabe in den USA erahnen. Hier wurde dem Horror-Slasher ein R-Rating attestiert. Die Kriterien dafür: „Horror-Gewalt, blutige Bilder, Kraftausdrücke, Drogenkonsum und Nacktheit“. Ein Fest für Horror-Fans scheinbar. Unter 17-Jährige dürfen demnach das blutgetränkte Aufeinandertreffen – zum 40-jährigen Jubiläum in Originalbesetzung – von Michael Myers (Nick Castle) und Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) aber nur in Begleitung eines Erwachsenen sehen. In Deutschland hat sich die FSK bisher nicht zu „Halloween“ geäußert.

„Halloween“ kehrt zurück zu den Wurzeln

Zurück zum Anfang lautet das Motto von Indie-Regisseur David Gordon Greens neuem „Halloween“, der damit alle bisherigen Teile der umfassenden Filmreihe ignoriert. 1978 macht Michael Myers die Halloween-Nacht in Haddonfield zu einem Schlachtfest und ermordet vier Jugendliche. Die schlimmste Nacht für die junge Babysitterin Laurie Strode, die seitdem versucht, ihr Trauma zu überwinden, und sich auf die Rückkehr ihres Peinigers vorbereitet. Das belastet vor allem die Beziehung zu ihrer Tochter Karen (Judy Greer). Auch, weil keiner an eine zweite messerschwingende Begegnung glaubt. Jetzt ist es passiert: Michael Myers hat es geschafft, der Irrenanstalt zu entfliehen – und kommt zurück nach Haddonfield. Doch da warten gleich drei Frauen aus der Strode-Familie auf ihn.

Das sagen die Kritiker

Als „Liebesbrief an den Originalfilm“ beschreibt Victor Stiff von „The Playlist“ den neuen „Halloween“ nach der Premiere. „Spannend, atmosphärisch und extrem brutal, liefert Green exakt das, was Fans von der Reihe wollen – und etwas mehr.“

Peter Debruge von „Variety“ schwingt erstmal zurück zum Original, den er „gemessen an gegenwärtigen Standards „als „ziemlich zahm“ bezeichnet. Jener „hatte nur fünf (menschliche) Tode, wohingegen dieser die Todeszahl mehr als verdreifach – und zwar mit Stil.“

Keith Uhlich vom „Slant Magazine“ findet hingegen, dass Green sich zu sehr anstrenge, es allen Recht zu machen, anstatt selbst richtig auszubrechen.

Das beste an der Premiere war aber wohl das Publikum selbst, schreibt Filmjournalistin Sophie Monks Kaufman und schließt sich damit Jamie Lee Curtis Post an.

Von Amina Linke / RND

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