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Hannes Malte Mahler macht jetzt in Mode

An der Schnittstelle Hannes Malte Mahler macht jetzt in Mode

An Schnittstellen hat Hannes Malte Mahler schon immer gern gearbeitet. Nun ist er gewissermaßen selber eine geworden. Der Künstler ist ins Bekleidungsgeschäft eingestiegen. Er lässt ­T-Shirts, Sweatshirts, Pullover und Schürzen herstellen, die mit klaren, witzigen, symbolartigen Motiven bedruckt sind.

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Schneider? Nein: Mahler.

Quelle: Meyer-Arlt

Hannover. "Mahlerwear" nennt er die Kollektion, und damit jeder weiß, womit er es hier zu tun hat, hat der Künstler der Marke einen Erkennungssatz zugefügt: „It is art“. In der Tat, hier handelt es sich um Kunst. Die Motive sind klar und einfarbig, aber auch ein bisschen zweideutig; lieb, aber auch ein bisschen böse. Man kann sich Totenköpfe, kleine Monster, einen traurigen Luftballon, einen Hubschrauber oder auch einen Korkenzieher aufs Gewand drucken lassen. Der Künstler gibt die Motive und eine Farbpalette vor, der Kunde kann sich daraus sein eigenes Kleidungsstück nach eigenem Geschmack zusammenstellen.

Jetzt hat Mahler sein Atelier in der Kronenstraße zum Textilgeschäft umgewidmet. Nach Anmeldung – info@mahlerwear.com; Telefon (05 11) 1 23 35 95 – kann man sich dort allerlei bedruckte Textilien anschauen und die Wunschstücke gleich selbst konfigurieren.

Die Preise sind nicht ganz günstig; das T-Shirt kostet 35 Euro, der Hoodie 60 Euro, die Schürze 50 Euro – und wer ein Glitzermotiv haben möchte, muss nochmal 15 Euro drauflegen. Aber dafür hat man es eben auch mit Kunst zu tun. Jedenfalls fast. Signiert sind die Kleidungsstücke nicht. Auf Anfrage hat der Künstler zwar schon seine Unterschrift auf das eine oder andere Kleidungsstück gesetzt, aber das soll eher die Ausnahme bleiben. Es ist eben ein Spiel an der Schnittstelle von Kunst und Mode. Und es soll im Ungefähren bleiben.

In zu großem Stil will Hannes Malte Mahler das Kleidungsgeschäft auch nicht betreiben. Das Ganze soll für ihn den Charme des Experiments behalten. „Ich mag ja das Unfertige“, sagt der Künstler. Zu groß soll die Schneiderei jedenfalls nicht werden. Mahler hat sogar ein bisschen Angst vor dem eigenen Erfolg in der Textilbranche: „Dann muss ich mich ja nur noch damit beschäftigen.“

Am Dienstag, 22. Dezember, findet im „feinkunstraum“, Kronenstraße 41, wieder Hannes Malte Mahlers traditionelles „Glitterballshooting“ statt. Mit dem Luftgewehr sollen Glaskugeln vom Weihnachtsbaum geschossen werden.     

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