Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Hannover bekommt eine Museums-Flatrate

Oft und günstig ins Museum Hannover bekommt eine Museums-Flatrate

In Hannover wird es künftig einfacher und günstiger, Museen oft zu besuchen. Die Stadt plant eine Museums-card, die zum Eintritt in gleich acht Ausstellungshäuser berechtigt. Bereits ab dem 1. Dezember soll die Karte erhältlich sein.

Voriger Artikel
Robbie Williams: Geheimkonzert in Hamburg
Nächster Artikel
Klassik-Open-Air: Vorverkauf startet am Freitag

Ab dem 1. Dezember soll es eine Flatrate für hannoversche Museen geben.

Quelle: HAZ

Hannover. Die Supereintrittskarte, die bereits seit einigen Jahren im Gespräch ist, soll ab dem 
1. Dezember erhältlich sein und für Erwachsene 60 Euro kosten. Für Kinder und Jugendliche wird es eine ermäßigte Version geben.  Vom Kaufdatum an berechtigt das Ticket ein Jahr lang zum Eintritt in das Sprengel-Museum, das Landesmuseum, das Wilhelm-Busch-Museum, das Historische Museum, das Museum August Kestner, das Schlossmuseum Herrenhausen, die Kestnergesellschaft und den Kunstverein.

Offiziell vorgestellt wird die Museums
-card erst Ende dieses Monats. Doch schon gestern verlieh Kulturdezernent Harald Härke einer Bilanz seines ersten Jahres in dem Amt mit einem Ausblick auf das Projekt zusätzlichen Glanz. Denn so positiv sich seine Arbeit bisher auch ausnimmt – allzu viele spektakuläre neue Initiativen sind darin nicht zu erkennen.

Härke ist weniger Ideengeber als Ermöglicher – mit dem Sachverstand und der Übersicht des langjährigen Verwaltungsmenschen versucht er, gute Ideen unter besseren Bedingungen fortzuführen. Beispielsweise hat so das Bemühen, die Idee der Unesco City of Music mit Sinn und Leben zu füllen, in den vergangenen zwölf Monaten erkennbar zugenommen. Es gibt viele neue internationale Kontakte, den Willen, die sehr unterschiedlichen Akteure ins Gespräch zu bringen, eine neue Verwaltungsstruktur mit einer zusätzlichen Stelle – und die durchaus selbstkritische Erkenntnis, dass all das noch nicht genügt: Härke will mehr. Gern auch Anerkennung von außen. Ein erklärtes Ziel seiner Kulturpolitik ist es, im Vergleich mit anderen Städten weiter nach oben zu klettern. In einem Ranking, das das Kulturleben von Städten vergleicht, hat sich Hannover gerade von Platz 21 auf Platz 14 vorgearbeitet. Nun will Härke unter die Top Ten in Deutschland.

Statt kühne eigene Pläne zu schmieden, nimmt er auf dem Weg dahin als guter Zuhörer gern Anregungen aus der Kulturszene auf. Ein Beispiel dafür ist die tatkräftige Unterstützung eines lang gehegten Wunsches der hannoverschen Chorszene: 2018 wollen die Sänger die renommierte Messe Chor Com aus ihrem angestammten Sitz in Dortmund nach Hannover holen. Die Stadt wird für eine Bewerbung im kommenden Jahr rund 100 000 Euro ausgeben.

Aufgestockt wird auch die gerade angeschobene Förderung von Ateliers und Projekträumen. Nach 20 000 Euro in diesem Jahr wird 2017 die doppelte Summe zur Verfügung stehen. „Auch ohne eine Kunsthochschule in der Stadt zu haben, wollen wir Künstlern damit die Möglichkeit geben, hier zu leben und zu arbeiten“, sagt der Dezernent, der zumindest in einigen Bereichen ernst mit seinem Anliegen macht, die Bedingungen für die Kulturschaffenden der Stadt zu verbessern. Daneben fördert er unter anderem auch junge Künstler zwischen 18 und 35 Jahren und etablierte Prestigeprojekte wie die dritte Ausgabe von „Made in Germany“, dem gemeinschaftliche Ausstellungsprojekt der hannoverschen Kunstmuseen parallel zur Documenta.

Kein Wunder, dass die Stadt im kommenden Jahr deutlich mehr Geld für Kultur eingeplant hat als bisher: Mehr als eine Million Euro zusätzlich wird Härke im kommenden Jahr in seinem Etat zur Verfügung haben. Eine gute Bilanz.

Museumsmüde?

Weniger Besucher in Hannovers Museen? Die Zahlen scheinen auf eine Museumsmüdigkeit zu deuten. So sind zur diesjährigen Nacht der Museen weniger Besucher gekommen: Die Veranstalter zählten rund 4000 Gäste. Im Jahr davor waren es 6500 gewesen. Der Rückgang hat aber mit der Verschiebung der Museumsnacht in die Ferien zu tun.

Derartige Sondereffekte sind stets zu beachten – auch beim Vergleich der Gesamtbesucherzahlen in den großen hannoverschen Museen der vergangenen beiden Jahren:

Sprengel-Museum: 170 717 (2015), 108 124 (2014)
Kestnergesellschaft: 21 152 (2015), 26 691 (2014).
Museum August Kestner: 33 395 (2015), 27 632 (2014)
Historisches Museum: 54 337 (2015), 78 614 (2014)
Museum Schloss Herrenhausen: 62 489 (2015), 96 579 (2014)
Landesmuseum: 113 000 (2015), 164 900 (2014)
Wilhelm-Busch-Museum: 51 000 (2015), 65 000 (2014)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
Adventskonzert des Knabenchores Hannover in der Marktkirche

Machet die Tore weit – unter diesem Motto stand das Adventskonzert des Knabenchores Hannover in der Marktkirche. Und eine federnd leichte, hoffnungsfrohe und zuversichtliche Interpretation der gleichnamigen Motette von Andreas Hammerschmidt liefert der Chor dann auch.