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Hannovers Herrscher sollen britische Touristen locken

Landesausstellung Hannovers Herrscher sollen britische Touristen locken

Es geht um Könige und Machtspiele, um Kriege und Kolonialismus und um das Aufblühen der Kultur am Hof. Die große Landesausstellung zur Personalunion soll 2014 sogar britische Touristen locken.

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Quelle: dpa

Hannover. Das Konzept der Landesausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837“ nimmt konkrete Formen an. Zentraler Ort der für 2014 geplanten Schau ist das dann wieder aufgebaute Schloss Herrenhausen. Hier sollen die Besucher Einblick in eine spannende Epoche der Weltgeschichte bekommen, als Hannovers Kurfürst und später König gleichzeitig König von England war. In diese Zeit fällt unter anderem die Gründung der Universität Göttingen, das Wirken des Komponisten Georg Friedrich Händels sowie der Einfluss der englischen Mode auf dem Kontinent.

„Wir haben die Absicht, ein Großereignis mit internationaler Bedeutung zu inszenieren“, sagte Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) am Donnerstag. Ministerpräsident David McAllister (CDU) übergab Prinz Charles bereits eine persönliche Einladung zur Eröffnung. 5,5 Millionen Euro Landesmittel kostet das Projekt. Begleitausstellungen gibt es im Historischen Museum Hannover, im Landesmuseum Hannover, im Deutschen Museum für Karikatur und Zeichenkunst Wilhelm Busch sowie im Residenzmuseum Celle.

Die Planung unterstützt ein internationaler wissenschaftlicher Beirat. Eine Million Euro gibt das Land zusätzlich für ein Forschungsprojekt, das neue Erkenntnisse über die Epoche bringen soll. Welche Objekte für die Schau nach Niedersachsen kommen, ist dabei noch völlig unklar. Die Organisatoren wollen Kunstschätze aus britischen Museen gewinnen. Mit diesem besonderen britisch-deutschen Geschichtskapitel wolle man natürlich auch Touristen aus England anlocken, erklärte Wanka.

Ursprünglich sollten auch Braunschweig und Wolfenbüttel Ausstellungsorte werden, dann wurden die dortigen Museen ausgebootet. Dies geschah nach Angaben des Kulturministeriums allein aus inhaltlichen Gründen. „Wir wollten ganz betont keine Welfenausstellung und keine über niedersächsischen Barock“, erläuterte die Direktorin des Landesmuseums Hannover, Katja Lembke.

Im Landesmuseum soll die weltpolitische Bedeutung der Personalunion thematisiert werden. So kämpften beispielsweise 17 000 Söldner aus Hannover, Braunschweig und Hessen auf britischer Seite im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Das Haus will auch den „Goldenen Brief“ des birmanischen Königs Alaungphaya an den hannoversch-englischen Regenten Georg II. präsentieren. 250 Jahre schlummerte der Kulturschatz kaum beachtet im Tresor der Leibniz Bibliothek Hannover, erst Anfang des Jahres wurde er entschlüsselt.

dpa

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