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Heimatkunde eines Weitgereisten

Bildband von Heinrich Hecht Heimatkunde eines Weitgereisten

„Faszination Steinhuder Meer“: Heinrich Hecht, als Fotograf weltweit unterwegs, legt einen opulenten Bildband seines Segelreviers vor - und demonstriert, dass er auch Architektur- und Landschaftsfotografie beherrscht.

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Der Steg des Seglervereins Großenheidorn.

Quelle: Heinrich Hecht

Hannover . Kennen Sie das kitzlige Gefühl, wenn die Bö ins Tuch greift und das Boot schräglegt? Wenn der Wind die Jolle auf die Welle hebt und ins Gleiten bringt? Und das Gedränge an der Luvtonne groß ist? Wer die Fotos von Heinrich Hecht sieht, kann ins Schwelgen geraten. Denn Hecht ist so dicht dran wie nur wenige Fotografen – und zugleich so weit über den Dingen, dass der Betrachter den Überblick behält. Seit Jahrzehnten schießt Heinrich Hecht Bilder vor Melbourne oder San Diego, auf der Ostsee oder dem Mittelmeer, begleitet im Boot oder im Hubschrauber den America’s Cup oder die Kieler Woche als Fotograf.

Der in Hannover geborene und unweit des Steinhuder Meers lebende Fotograf Heinrich Hecht nimmt in seinem Bildband "Faszination Steinhuder Meer" seine Heimatregion in den Fokus.

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Doch jetzt nimmt der in Hannover geborene und unweit des Steinhuder Meers lebende Hecht seine Heimatregion in den Fokus – und demonstriert in einem starken Bildband, dass er auch Architektur- und Landschaftsfotografie beherrscht.
„Faszination Steinhuder Meer“ heißt das Buch. Dessen Coffetable-Format von 24 mal 30 Zentimetern macht halbmeterbreite Überblicke möglich – gigantische Landschaftspanoramen mit einem einsam ins „Meer“ ragenden Steg, mit Auswandererbooten in der Flaute oder Kite-Surfern bei fünf Windstärken. Aber Hecht bietet ebenfalls Hochformate – etwa eine Luftaufnahme, die gleich 25 Bootsstege vor Mardorf in schillerndem Gegenlicht zeigt. „Segler war ich lange bevor ich Fotograf wurde“, erzählt der 59-Jährige, dessen Urgroßvater Kaffee aus Guatemala nach Danzig importierte und dessen Vater Schifffahrtskaufmann war. „Aber ich habe den Umgang mit Schot und Pinne auf dem Maschsee gelernt.“

Hecht hat sich für sein neues Buch auch rund ums Steinhuder Meer umgetan, zeigt traditionelle Handwerke wie Fischerei und Bootsbau, dokumentiert Architektur wie die des Klosters Loccum oder der eindrucksvollen romanischen Kirchen von Idensen und Wunstorf. Und auch der Saurierpark Münchehagen, der Fliegerhorst Wunstorf und die Abraumhalde des „Kalimandscharo“ kommen mit einigen Aufnahmen vor. Und für die Geschichte des Sees hat Hecht historische Fotos, Bilder und Landkarten und auch die alten Entwürfe für den Bau des Wilhelmsteins in Archiven aufgespürt.

„Auf die Idee zu dem Bildband sind Karl-Heinz Benatzky und ich gekommen“, sagt Hecht, „als wir vom Yachtclub Steinhuder Meer aus in die Abendsonne überm Steinhuder Meer blinzelten.“ Da seien sich die beiden Segler schnell einig gewesen, dass ein guter Bildband der Region fehlt. „Für mich ist das eine Premiere“, sagt Hecht. „Es ist mein erstes selbst verlegtes Buch.“ Entstanden ist es in Benatzkys Druckerei, vertrieben wird es über einige Buchhandlungen der Region. Doch Hecht denkt nicht nur an regionale Käufer, weshalb alle Texte außer auf Deutsch auch auf Englisch erscheinen. „Nächstes Jahr findet auf dem Steinhuder Meer die Weltmeisterschaft der Flying Dutchman statt – und mit dieser internationalen Segelklasse ist dann hier viel internationales Publikum unterwegs.“

Heinrich Hecht: „Faszination Steinhuder Meer“, 208 Seiten, 39,95 Euro. Erhältlich bei Leuenhagen & Paris, Decius, Cruses Buchhandlung und Hugendubel in Hannover sowie bei Bücher-Weber in  Wunstorf und über den Autor: www.heinrichhecht.de .

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