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Iraner stellt interaktive Klanginstallation vor

Musikhochschule Iraner stellt interaktive Klanginstallation vor

„C4H8Cl2S“ heißt die interaktive Klanginstallation von Farhad Ilaghi Hosseini. Es ist die Formel für Senfgas. Der Kampfstoff wurde 1988 von der irakischen Armee Saddam Husseins gegen das kurdische Dorf Halabja eingesetzt. Mit seiner Installation will der 1985 im Iran geborene Student an die Opfer des Angriffs erinnern.

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Farhad Ilaghi Hosseini vor seiner Klanginstallation "C4H8C12S".

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Wie Kinderwiegen pendeln die schwarzen Lautsprecher im Foyer der Musikhochschule sanft hin und her. Ein Schlaflied aus dem Iran erklingt. Doch der Frieden wird gestört. Laut explodiert eine Bombe, es pfeifen Raketen, und es knattert ein Hubschrauber durch die Luft. „Ich habe mich gefragt, was es mit den Kindern macht, wenn sie von Explosionen aus dem Schlaf gerissen werden“, erzählt Hosseini.

Der Iraner Farhad Ilaghi Hosseini erinnert mit einer interaktiven Klanginstallation im Foyer der Musikhochschule an die irakische Bombardierung des kurdischen Dorfes Halabja mit Senfgas.

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Die Klanginstallation ist interaktiv angelegt. Gäste können fünf der acht Lautsprecher wie Kinderwiegen in Bewegung setzen. Je nach Richtung werden andere Klänge erzeugt: Elektronisch bearbeitete Töne von Explosionen werden mit Fetzen von Schlafliedern aus verschiedenen Kulturen verbunden. Denn auch wenn das Massaker von Halabja vorbei ist: „Jetzt, in diesem Moment, fallen irgendwo auf der Welt Bomben“, sagt Hosseini, „und töten schlafende Kinder.“

Die Installation „C4H8Cl2S“ ist noch bis Mittwoch von 10 bis 20 Uhr im Foyer der Musikhochschule, Emmichplatz 1, zu sehen.

Von Isabell Rollenhagen

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