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00:00 24.11.2016
don´t think twice - Emotionen und Bewegung. Quelle: Johann Bergner
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Hannover

Bob Dylan, der amerikanische Singer-Songwriter, Musiker und Lyriker, erhält den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Das wirkt wie ein Kick-off für die zweite Ballettproduktion der Saison, deren Titel schon vor einem Jahr feststand. „Don’t think twice, it’s all right“ sang Dylan 1963, unsentimental und ganz im Sinne der Aufbruchstimmung jener Zeit. Bis heute hat der Song unzählige Coverversionen hervorgebracht. Die vermutlich jüngste der Schwedin Betty Dittrich erschien 2016.

Jetzt setzen sich drei eigenwillige Choreografen mit „Don’t think twice“ auseinander. Dabei betrachten sie das Thema aus grundverschiedenen Blickwinkeln und greifen zu individuellen Ausdrucksformen: Georg Reischl geht spielerisch mit der Vorlage um. Sein Stück „Zeitsprünge“ widmet sich dem Lied, der Arie, dem Song, dem Hit. Der Gesang aus unterschiedlichen Epochen und Genres ist Träger und Auslöser von Emotionen und Assoziationen und wirkt als Motor von Bewegung.

„Into the Flash“ von Yaron Shamir fokussiert den einen entscheidenden Augenblick, plötzlich und gewaltig wie ein Blitzschlag. Unberechenbar und unvermeidbar bringt er radikale Veränderung. Im Moment tritt das Neue ein. Die Entwicklung ist unabwendbar.

David Blázquez betrachtet in „450m²“ die zufällige Situation von Menschen, die an einem bestimmten Ort zu einer spezifischen Zeit zusammentreffen. Nutzen sie die Begegnung als Gelegenheit, ihr Leben von Grund auf zu verändern? Oder schieben sie die Möglichkeiten zur Neuorientierung beiseite, um in den gewohnten Bahnen fortzufahren?

Mit drei Uraufführungen an einem Abend stellt das Ballett der Staatsoper Hannover ein kontrastreiches Programm vor: Ein Zeugnis der Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes. Mehr dazu in der Januar-Ausgabe der „Spielzeit“.

don’t think twice !Choreografien von Georg Reischl, David Blázquez und Yaron Shamir. Musik von Moondog, Hans Zimmer, W. A. Mozart u. a.Ballett der Staatsoper Hannover.

Uraufführung am 14. Januar 2017.

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