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Kultur Junges-Schauspiel-Leiter Fielder verlässt Hannover
Nachrichten Kultur Junges-Schauspiel-Leiter Fielder verlässt Hannover
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00:15 11.05.2016
Von Ronald Meyer-Arlt
Florian Fiedler vor dem Ballhof. Quelle: Insa Catherine Hagemann
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Hannover

Florian Fiedler, Regisseur und Leiter des Jungen Schauspiels Hannover, wird Hannover verlassen und Intendant des Theaters Oberhausen werden. Eine Findungskommission wird Fiedler dem Rat der Stadt Oberhausen als künftigen Intendanten empfehlen. Fiedler soll Nachfolger von Peter Carp werden, der das Theater Oberhausen mit dem Ende dieser Spielzeit verlassen und als Intendant nach Freiburg gehen wird.

Florian Fiedler hatte sich nicht allein, sondern mit einem Team in Oberhausen beworben. Er will die Dramaturginnen Patricia Nickel-Dönicke und Lucie Ortmann sowie Autor Dirk Laucke mitbringen. Möglicherweise werden auch Schauspieler aus dem hannoverschen Ensemble mit nach Oberhausen gehen. Bei Intendantenwechseln ist es üblich, dass ein großer Teil des Ensembles ausgetauscht wird.

Die Stadt Oberhausen teilte mit, dass Florian Fiedler die Findungkommission mit seinen „Vorstellungen von einem Theater für alle Menschen“ überzeugt habe. Dort gefiel auch sein Spielplanvorschlag, „der klassische Stoffe und auch zeitgenössische Themen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen vereint“. Auch seine Offenheit für Kooperationen mit anderen Produktionshäusern und der Freien Szene kamen in Oberhausen gut an.

Florian Fiedler begann in der Spielzeit 2009/10 als Hausregisseur am Schauspiel Hannover, seit 2011 leitet er das Junge Schauspiel. Zu den Projekten, die er in Hannover entwickelte, gehört auch das Hüttendorf zum Thema „30 Jahre Republik freies Wendland“ auf dem Ballhofplatz. Seine jüngsten Inszenierungen in Hannover waren Dürrenmatts „Die Physiker“, Shakespeares „Maß für Maß“, George Orwells „1984“ und Marius von Mayenburgs „Märtyrer“. Am kommenden Sonnabend hat seine Inszenierung von Stefano Massinis „Lehman Brothers“ im Schauspielhaus Premiere.

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