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Kakkmaddafakka heizen in der Faust ein

Norwegische Band Kakkmaddafakka heizen in der Faust ein

An Selbstbewusstsein mangelt es den Musikern der norwegischen Band Kakkmaddafakka nicht: Zu Beginn des seit Februar ausverkauften Konzerts in der 60er-Jahre-Halle auf dem Faust-Gelände lassen die sechs Jungs aus Bergen erst einmal die Hymne der UEFA Champions League über die Lautsprecher erklingen - und zwar in voller Länge.

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Kakkmaddafakka in der Faust.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Wie Boxer, die angeheizt durch ihr Publikum in den Ring steigen, erobern sie einzeln die Bühne. Mit Käppi auf dem Kopf und in einfachen T-Shirts wirken sie auf den ersten Blick wie die Jungs einer Schulband, die ihrem Auftritt auf dem Abschlussball entgegenfiebern.

Die norwegische Indie-Pop Band Kakkmaddafakka ist am Montagabend im Kulturzentrum Faust in Hannover aufgetreten.

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Der Schein trügt: Die Musiker wissen sehr genau, was sie tun. Ohne Umschweife beginnen sie das Konzert, das sich in kürzester Zeit zu einer musikalischen Sport-Schau entwickelt: Die beiden Brüder Axel und Pål Vindenes laufen, hüpfen und tanzen über die Bühne, schreien ins Mikro und schrapen über ihre Gitarrensaiten.

Mit ihrer Energie stacheln sie das bereits durch die finnische Vorband Satellite Stories euphorisierte Publikum an: Es dauert nicht lange, bis sich in der Menge eine kreisrunde Fläche bildet, auf der ausfallend wild getanzt, gestoßen und gerempelt wird. Das alles wirkt natürlich, man kennt sich, die Indie-Pop-Band war vor fast genau vier Jahren schon einmal hier. Eigentlich sind die Norweger in Hannover, um ihr neues Album „KMF“ vorzustellen – die Fans nehmen aber vor allem die Hits der ersten beiden Alben „Hest“ und „Six Months Is A Long Time“ mit Begeisterung auf – „Your Girl“, „Someone New“ und „Forever alone“ sind Songs, die die Kakkmaddafakka-Fans kennen und lauthals mitsingen. Dagegen klingen die neuen Lieder wie „Galapagos“ oder „30 Days“ fast ein bisschen zu artig.

Dabei wird in allen Songs stets nur ein Thema behandelt: unerwiderte Liebe, gescheiterte Liebe, unmögliche Liebe. Ein traditionell romantisches Motiv also, das die Band ungestüm mit Musikgenres wie Disco, Funk, Ska, Reggae und Rock vermischt. Konsequent, dass der Percussionist Lars Helmik Raaheim-Oslen in der Zugabe „What is love“ von Haddaway anstimmt.

Vom Mittzwanziger-Publikum wird der Neunziger-Jahre-Eurodance-Hit mit Hingabe angenommen. Kakkmaddafakka ist sicher mehr als nur eine Gute-Laune-Party-Band mit ausgezeichneten Animationskünsten.

Von Melanie Huber

  • Am Freitag, 15. April, gastiert der Berliner Songwriter Falk um 20 Uhr in der Faust-Warenannahme.
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