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Kultur Kasimir Effekt: Elektro minus Computer
Nachrichten Kultur Kasimir Effekt: Elektro minus Computer
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02:15 18.03.2017
Adrett: Kasimir Effekt in der Glocksee. Quelle: Kutter
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Hannover

An diesem Abend ist der Winter endlich vorbei. Wie jeden Dienstag präsentiert das Café Glocksee im Rahmen der Reihe Ruby Tuesday ein Konzert mit freiem Eintritt. Viele kommen in neugieriger Partylaune. Doch diesmal scheinen jene, die gezielt wegen der Band hier sind, in der Überzahl zu sein. Kasimir Effekt hat sich in den vergangenen Jahren in Hannover einen guten Ruf erspielt. Die warmen, fließenden, treibenden Klänge erweisen sich als idealer Soundtrack, um den Beginn wärmerer Nächte zu feiern.

Die drei Absolventen der hannoverschen Musikhochschule haben mit Kontrabass, Schlagzeug und Fender-Rhodes-Piano für Kasimir Effekt einen Sound gefunden, den sie selbst „analogen Elektro“ nennen. Tatsächlich verzichten sie auf der Bühne komplett auf den Einsatz von Computern. Lediglich ein kleiner Synthesizer und ein Effektgerät ergänzen die glockenähnlichen Klänge des elektromechanischen Pianos. Die handgemachten Ambient-Sounds, die Kasimir Effekt durch schnellere Technobeats und komplexe Jazzelemente anreichert, leben von Präzision und Leidenschaft zugleich.

Kasimir Effekt im Café Glocksee - die Bilder des Konzerts.

Der Casimir-Effekt, auf den der Bandname anspielt, beschreibt Quantenfluktuation in einem Vakuum. Physiker haben an diesem Bild vermutlich ihre Freude. Für alle anderen sind es die Widersprüche, die das Konzert ausmachen: zwischen drei adrett gekleideten Jazzmusikern und einem ekstatisch tanzenden, jungen Publikum, zwischen einem Sound, der Maschinen assoziieren lässt und dabei überraschend organisch ist. Nach einer guten Stunde schweißtreibender Rhythmen und umfangender Harmonien lässt Kasimir Effekt ein ausgelassenes und zugleich entspanntes Publikum zurück. Jetzt kann der Frühling kommen.

Von Thomas Kaestle

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