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Kultur Ein neues Symbol für Zusammenhalt
Nachrichten Kultur Ein neues Symbol für Zusammenhalt
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00:20 02.06.2018
symbil Quelle: sympel
Berlin

Mit Gestaltung kennt man sich aus in Ulm. Schließlich haben Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill dort die berühmte Ulmer Hochschule für Gestaltung gegründet, die dem Design im Nachkriegsdeutschland wichtige Impulse gegeben hat. Insofern verwundert es nicht, dass Dorothee Hermann aus Ulm kommt. Sie hat jetzt ein Zeichen gesetzt.

Ihr Zeichen ist der Siegerentwurf der Aktion „Gib mir ein Zeichen“, die von der Initiative Kulturelle Integration veranstaltet wurde. Gesucht wurde ein Symbol, das das Motto „Zusammenhalt in Vielfalt“ anschaulich macht. Es soll für Toleranz, Solidarität und Mitmenschlichkeit in der Gesellschaft werben und auf T-Shirts, Plakaten oder Jutebeutel druckbar sein. 780 Vorschläge sind eingegangen.

Das Siegerzeichen zeigt nicht Schleife und Sichel unterm Regenbogen, sondern einen Zusammenschluss zweier anderer Zeichen. Die Ulmerin hat das Et-Zeichen (auch „Kaufmännisches Und“ genannt) und das At-Zeichen (auch „Klammeraffe“ genannt) zu einem neuen Zeichen zusammengefügt. Bei beiden Ausgangszeichen handelt es sich übrigens um Ligaturen: jeweils zwei Buchstaben wurden zu einem neuen Zeichen zusammengezogen. Das neue Zeichen ist also eine Ligatur der Ligaturen. Aber hilft das?

Nein. Das neue Zeichen ist kein großer Wurf. Irgendwas mit Internet und irgendwas mit Geschäft passt halt immer. Dann lässt man noch ein paar Farben drüberlaufen – schon wird die Sache bunt und steht für Vielfalt.

Oder auch für Einfalt.

Ronald Meyer-Arlt

Von Ronald Meyer-Arlt

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