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Kultur Sido kehrt zur Maske zurück
Nachrichten Kultur Sido kehrt zur Maske zurück
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00:15 05.02.2017
Wieder mit Maske auf der Bühne – wenn auch nur zeitweilig: Sido im Capitol. Quelle: Villegas
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Hannover

Die Schlange der Wartenden reicht noch immer bis über die Ihmebrücke, obwohl die Vorband bereits seit 15 Minuten dem rappelvollen Club einheizt. Das Capitol ist ausverkauft. Doch im Verhältnis zu den Hallen, die der Rapper Sido sonst so füllt, gelten 1600 Zuschauer als intimer Rahmen.

„Ausschließlich für die wahren Fans“ sei die „Liebhabertour“ verspricht die Website seines Labels Universal Music. Das weckte die Hoffnung vieler Fans auf eine Rückkehr zum Gangstarap. Sidos musikalischer Werdegang war zuletzt vor allem durch Kollaborationen mit Popsängern wie Andreas Bourani und Mark Foster geprägt. Diese Tournee hingegen versprach eine erneute Kurswende zurück zu Anfängen. 20 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ohne Zusatztermine, alles mittelgroße Clubs. Und nun also im Hannoverschen Capitol. 

Der Rapper Sido tritt im Capitol auf. Mit dabei: Special Guest B-Tight.

Der erste Song ist noch vom brandneuen „Goldenen Album“, aber ab dem zweiten Lied gibt es vor allem Altes auf die Ohren. Und auf die Augen. Denn plötzlich steht Sido da mit der Maske. Ein glänzender Totenkopf verdeckt seinen Kopf von der Stirn bis zur Unterlippe. Ein Anblick, den die Fans der ersten Stunde gut kennen und begeistert bejubeln.

Die verchromte Totenkopfmaske war in den frühen Nullerjahren das Markenzeichen des Rappers, als er mit Skandalsongs berühmt und berüchtigt wurde. Erst 2005, bei seinem Auftritt beim Bundesvision Song Contest, nahm Sido die Maske ab. Seitdem war sein Gesicht immer öfter im Fernsehen zu sehen, zum Beispiel als Juror der Castingshow „Popstars“ (2007).

So sehr die Maske beim Publikum auch auf Begeisterung stößt, einen Song später steht Sido wieder nur mit Käppi, Vollbart und Brille da. Doch die Songs sind noch die Alten, es wird über Aggressionen, Anarchie und Analverkehr gesungen. Das Publikum tobt, jubelt und buht an den richtigen Stellen, die ausgestreckten Arme werden im Offbeat mitgewippt. Nach eineinhalb Stunden und zwei Zugaben ist das Konzert vorbei und die Fans strömen grölend aus dem Capitol hinaus in die Nacht. 

Von Felix Müller

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