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Santiano legen in Hannover an

Konzert in der Swiss Life Hall Santiano legen in Hannover an

Mit Seemannsgarn und Piratenliedern haben die Rocker von Santiano rund 4500 Zuschauer in der hannoverschen Swiss Life Hall begeistert. Die Fans sangen zweieinhalb Stunden lang die Lieder der Band mit.

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Viel Stimmung: Das Konzert von Santiano in der Swiss-Life-Hall.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. Ein Schiffshorn signalisiert, es geht los. Während vom Band der Musical-Hit „Somewhere Over The Rainbow“ ganz ohne Seeräuberromantik auf den Abend einstimmt, machen sich hinter dem Vorhang, der irgendwie an ein Segeltuch erinnert, die Akteure für den großen Moment bereit. Dann ertönt noch einmal das Schiffshorn. Das Signal zum Start der Kaperfahrt. Das Segeltuch verschwindet. 4500 Seemannsrock-Hörige in der Swiss Life Hall wissen jetzt: Es ist Zeit aufzustehen, Zeit mitzusingen. Und es gibt viel mitzusingen in den nächsten fast zweieinhalb Stunden. Sitzen ist ab diesem Moment nicht mehr. Jedenfalls nicht für lange Zeit. Santiano geben alles. Und sie erfüllen alle, wirklich alle Klischees, des mit Rock umsponnenen Seemanslied-Genres: In den Texten geht es um Klaubautermänner, Salz auf der Haut, Alkohol, Matjes, Sehnsucht, Weite, Freiheit…

Konzert von Santiano in der Swiss-Life-Hall.

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Santiano erklommen 2012 überraschend die Chartspitze mit Musik, die bis dahin nur für schleswig-holsteinische Lokalethnolgen interessant schien. Nun erreichen sie auch Menschen, deren maritime Erlebnisebene sich auf Maschsee und Mittellandkanal beschränkt.

An diesem Abend nehmen sie ihre Fans von der ersten Sekunde an mit. Hit folgt auf Hit: „Gott, der ein Seemann sein muss“, „Santiano“ “Auf nach Californio“, „Es gibt nur Wasser“, „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt waren“, „Wir sind uns treu“. Dabei binden Santiano nicht nur den großen Seemannsknoten um Rock und Shanty-Tradition, sie können auch Reggae und sind auf ihren Reisen schon mal auf grünen Inseln gewesen. Vor allem der fidele Geiger und Sänger Peter David Sage ist ein guter Botschafter irischen Liedguts. Sänger Björn Both gibt den augenzwinkernden Entertainer, dem Rest der siebenköpfigen Band ist anzumerken, dass ihre hochprofessionelle Seemannsrockshow mehr als nur ein Job ist.

Zwischen drin brennt das Wikingerschiff, das als Bühnendeko eingelaufen war, Stichflammen zischen zur Decke und eine Konfettikanone lässt Papierschnipsel schneien. Es ist ein gewaltiges Spektakel. Und damit kriegen Santiano sogar die, die keine Fischbrötchen zum Frühstück essen.

Von Bernd Schwope

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