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Kulturfestival Steirischer Herbst Lieber nicht teilen

Das Grazer Kulturfestival Steirischer Herbst hat am Wochenende unter diesem Motto sein vielfältiges Programm gestartet. Unter dem Titel „I prefer… not to share“ nehmen internationale Künstler aller Sparten bei dem Festival bis zum 19. Oktober teil.

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Das Festival nimmt die Ambivalenz zwischen einer übersteigerten Kultur des Teilens in den Sozialen Medien und einer gesellschaftlichen Tendenz der Abschottung unter die Lupe.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Graz. Das Grazer Kulturfestival Steirischer Herbst hat am Wochenende unter diesem Motto sein vielfältiges Programm gestartet. Unter dem Titel „I prefer… not to share“ nehmen internationale Künstler aller Sparten bei dem Festival bis zum 19. Oktober teil. Sie nehmen die Ambivalenz zwischen einer übersteigerten Kultur des Teilens in den Sozialen Medien und einer gesellschaftlichen Tendenz der Abschottung unter die Lupe.

Veronica Kaup-Hasler, die das Festival seit 2006 leitet und sein Profil als gesellschaftspolitisch orientiertes Kunstfest seitdem weiter geschärft hat, hat dazu unter anderem das Kollektiv andcompany&co aus Frankfurt mit dem Programm „Orpheus in der Unterwelt. Eine Schlepperoper“ eingeladen. Die Hauptausstellung im Festivalzentrum mit dem Titel „Forms of Distancing. Repräsentative Politik und Politik der Repräsentation“ beschäftigt sich mit Möglichkeiten des Rückzugs und der Verweigerung.

Der Steirische Herbst schickt in diesem Jahr Publikum und Künstler verstärkt in die Provinz, etwa in die Kurorte Bad Radkersburg oder Bad Gleichenberg. In der südweststeirischen Gemeinde Stainz schafft der österreichische Komponist Georg Nussbaumer mit sieben lokalen Chören eine Verbindung von traditionellem Liedgut und zeitgenössischer Musik. Der italienische Pianist Marino Fromenti stellt mit rund 80 Konzerten in privaten Räumen, zu denen jeweils nur ein einziger Zuhörer geladen ist, die gängige Konzertpraxis auf den Kopf.

Der Aufbruch in die Provinz folgt dabei einer kulturpolitischen Auflage der Geldgeber. Als maßgebliche Finanziers haben die Stadt Graz und das Land Steiermark das Budget des Festivals, das im Vorjahr 3,9 Millionen Euro betrug, um 750 000 Euro aufgestockt. Im Gegenzug soll der Steirische Herbst verstärkt außerhalb des kulturellen Zentrums Graz aktiv werden und die Verbindung zwischen internationaler und lokaler Szene intensivieren.

dpa

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