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Laveshaus Hannover zeigt Fotoausstellung

„Storytelling“ Laveshaus Hannover zeigt Fotoausstellung

Die Fotoausstellung „Storytelling“ im Laveshaus Hannover zeigt spektakuläre Bilder zwischen Harz und Schanghai. Die Fotos zeigen Landschaften, Städte und Menschen im rechten Licht.

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Teezeit in Isfahan, eine der Aufnahmen, die im Laveshaus gezeigt werden.

Quelle: Klemens Ortmeyer

Hannover. Der Harz ist über Jahrhunderte hinweg industriell überformt und – mit dem Technikkritiker Martin Heidegger gesprochen – „vernutzt“ worden. Zeitweise standen in dem Bergbaugebiet kaum noch Bäume. Heute gibt es wieder ausgedehnte Wälder, lauschig und wild-romantisch – und die Gegend soll zunehmend Urwald werden. Der hannoversche Fotokünstler Martin Henze hat vier Jahre lang im Harz fotografiert. Seine Serie „Teiche“ zeigt das Oberharzer Wasserregal, das Energiequelle für den Bergbau war. Heute dient es als Regen- und Schmelzwasserspeicher und sieht bei gewissen Witterungsverhältnissen regelrecht verzaubert aus, beispielsweise bei Nebel.

In den Fotografien Henzes, die die Architektenkammer Niedersachsen im Laveshaus in Hannover zeigt, erscheint die im Vorjahr in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommene Landschaft in samtiges Licht getaucht: als (fast) reine Natur. Neben den Harz-Bildern aus verschiedenen Tages- und Jahreszeiten sind unter dem gemeinsamen Titel „Storytelling“ auch Aufnahmen des Hamburger Fotokünstlers Klemens Ortmeyer zu sehen. Diese erzählen ganz andere Geschichten, und zwar von exotischen Städten.

Ortmeyer ist studierter Architekt und hat sich als Porträtist des Urbanen einen Namen gemacht. Mit der Kamera arbeitet er Strukturen heraus oder nimmt aussagestarke Details in den Blick. Im Iran und in Ägypten, in Schanghai und in Istanbul hat Ortmeyer Stadteindrücke eingefangen – mit leichter Hand­kamera oder Großbildkamera. Eine Gruppe von Frauen sitzt in schwarzer, hermetisch wirkender Ganzkörperverschleierung auf Gartenstühlen vor einem Hotel in Isfahan, junge muslimische Touristinnen fotografieren einander mit Handykameras vor ägyptischen Alter­tümern. Vergangenheit und Gegenwart durchdringen einander in der Boomtown Schanghai in spektakulärer Weise. Das Altstadtviertel, das Ortmeyer in der Hafenstadt aufnahm, ist inzwischen schon abgeräumt worden, um Hochhäusern Platz zu machen. Dagegen ist es im Harz wirklich lauschig.

Laveshaus, Friedrichswall 5, Hannover, bis 23. September, montags bis donnerstags 10 bis 16 Uhr und freitags bis 12 Uhr.

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