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21:51 15.11.2017
Von Stefan Arndt
Erfolgreich mit der Tradition: Das Ensemble Concerto foscari. Quelle: Wollenberg

Ganz gelöst ist das Problem bis heute nicht. Aber als Gottfried Wilhelm Leibniz bei seinem Bemühen, die katholische und evangelische Konfession zu versöhnen, an Grenzen stieß, sah er einen möglichen Ausweg im Mystizismus der jüdischen Kabbala. Bei einer Reise ins pfälzische Sulzbach lernte er Christian Knorr von Rosenroth kennen und war von dessen Arbeit tief beeindruckt: Rosenroth war gerade mit der Herausgabe seiner „Kabbala Denudata“ beschäftigt, einer umfangreichen Sammlung mystischer Texte von jüdischen und christlichen Autoren.

Eine Ausgabe dieses Werkes stand nun in einer Vitrine neben der Bühne beim Abschluss der Leibniz-Festtage, die die Neustädter Hof- und Stadtkirche alljährlich um den Todestag des Universalgelehrten am 14. November veranstaltet und die diesmal unter der Überschrift „Leibniz und das Judentum“ standen. Wegen des Buches war man aus der Kirche in die Leibniz-Bibliothek gezogen, in deren Bestand eine Ausgabe der „Kabbala Denudata“ zu finden ist. Nach einer kurzen Einführung durch den Religionswissenschaftler Peter Antes wurden im besten kabbalistischen Sinne eher assoziativ Zugänge zu dem Thema gesucht - in diesem Fall durch Musik.

In kleiner Quartettbesetzung

Das Ensemble Concerto foscari um den Gambisten Alon Sariel hat Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert ausgesucht, deren Komponisten in Bezug zu den Autoren der Kabbala-Texte hätten stehen können. In kleiner Quartettbesetzung mit Laute, Gambe, Geige und Flöte oder dem Fagottvorläufer Dulzian tönten die meisten Stücke im voll besetzten Vortragssaal allerdings eher spröde. Lebhaft wurde die Stimmung gegen Ende, als das Ensemble traditionelle jüdische Musik spielte.

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