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"Von Wiskey auf Wodka umgestiegen"

Lemmy Kilmister im Interview "Von Wiskey auf Wodka umgestiegen"

Seit 40 Jahren bestimmt Lemmy Kilmister die Geschicke seiner Band Motörhead. Im Interview anlässlich des neuen Albums "Bad Magic" spricht der 69-Jährige auch über den Teufel.

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Lemmy Kilmister gilt im Rock'n'Roll-Zirkus als lebende Legende.

Quelle: dpa

Berlin . 40 Jahre Motörhead, 40 Jahre lang kompromissloser, hart und dreckig gespielter Rock'n'Roll. Die Unverwüstlichen bringen jetzt ihr 22. Studioalbum "Bad Magic" auf den Markt. Das Gesicht der Band ist Sänger Lemmy Kilmister, eine lebende Legende. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur spricht der 69-Jährige über "Bad Magic", den Teufel und seine geänderten Trinkgewohnheiten.

Zur Person

Lemmy Kilmister ist am Heiligabend des Jahres 1945 im englischen Stoke on Trent geboren. 1975 gründete er die Band Motörhead, mit der er in diesem Jahr sein 40-jähriges Bandjubiläum feiert. Der Sänger und Bassist gilt im Rock'n'Roll-Zirkus als lebende Legende.

Das neue Album "Bad Magic" ist ziemlich hart und aggressiv ausgefallen. Liegt es auch daran, dass Ihnen in den zurückliegenden beiden Jahren gesundheitliche Probleme zu schaffen gemacht haben?
Es ist ein typisches Motörhead-Album geworden, ganz einfach. Das hat nichts mit irgendwelchen äußeren Einflüssen zu tun. Wir haben das neue Album aufgenommen und sind seit Mai auf Tour. Mehr gibt's darüber nicht zu sagen.

Wie hat sich Ihr Leben in den vergangenen zwei Jahren geändert?

Ich von Whiskey auf Wodka umgestiegen.

Auf "Bad Magic" wird häufig der Teufel thematisiert. Steht die Figur stellvertretend für etwas, oder glauben Sie, dass der Teufel wirklich existiert?

Das Thema ist mir einfach eingefallen, als ich die Texte geschrieben habe. Ich glaube nicht an den Teufel, und ich glaube auch nicht an Gott. In unserer Welt da draußen existieren aber sehr viele menschliche Teufel.

Warum haben Sie sich entschieden, den Rolling Stones-Song "Sympathy for the Devil" zu covern? Der Song wird ja fast so durchgenudelt wie "Smoke on the Water" von Deep Purple.

Der Wrestler Triple H hat uns gefragt, ob wir diesen Song nicht für seine Doku aufnehmen wollen. Wir haben das dann gemacht, und er hat uns so gut gefallen, dass wir ihn einfach auf die neue LP gepackt haben.

Sind Motörhead dieser Tage eigentlich erfolgreicher als Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre? Damals hatte die Band mit «No Sleep 'til Hammersmith» ein Nummer eins-Album in den Charts.

Ich denke, es ist ein anderer Erfolg. Mit unseren zurückliegenden Veröffentlichungen sind wir auch in den höheren Plätzen der Charts gelandet. Natürlich würden wir auch gerne wieder auf der Nummer eins landen. Dafür wollen unsere Fans uns immer noch sehen. Wir werden ständig gebucht und würden gerne noch mehr touren, wenn wir die Zeit dafür hätten.

Sie sind mittlerweile auch außerhalb des Rock'n'Roll-Business eine berühmte Person. Namhafte Medien fragen für Interviews bei Lemmy an. In der Vergangenheit wäre nicht daran zu denken gewesen. Wie erklären Sie sich das?

Schwer zu sagen. Vielleicht haben die Leute erkannt, dass ich wie auch die Band immer ehrlich zu uns selbst gewesen sind und niemals unseren Stil und unsere Einstellung geändert haben. Aber eigentlich sollte man die Leute selbst fragen, woher auf einmal ihr Interesse an mir und Motörhead kommt. Ich würde es selber gerne wissen.

dpa

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Tourmanagerin Ute Kromrey

Die Tourmanagerin Ute Kromrey begleitete Lemmy Kilmister in den vergangenen 18 Jahren auf seinen Tourneen in der ganzen Welt. Sie hat mit ihm unzählige Partys gefeiert, und sie hat ihn mehrfach ins Krankenhaus einliefern müssen. Vor zwei Wochen sah die 56-Jährige den Motörhead-Sänger in Berlin. Dienstag trauerte sie auf die Lemmy-Art: mit Whisky-Cola. 

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