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Lena in der alten Heimat

Heimspiel im Capitol Lena in der alten Heimat

Lena Meyer-Landrut hat am Dienstag ihre „Carry You Home 2.0“-Tour in Hannover gestartet und sich gleich zweimal bedankt: Bei den Fans, für das, was Fans eben so machen. Und der Mutter, die auch ins Capitol gekommen ist. „Danke Mutti, haste jut jemacht. Hab dich lieb!“

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Der Auftritt im Capitol ist der Beginn der „Carry You Home 2.0“-Tour von Lena.

Quelle: Behrens

Hannover. Man, wie geht’s euch?“, ruft Lena-Meyer Landrut ins Publikum. „Tourauftakt in der Heimat – was kann schöner sein“, sagt sie noch, und los geht er, der Abend im Capitol. 

Die ersten Lena-Fans hatten sich schon am Nachmittag vor dem Backsteinbau am Schwarzen Bären versammelt. Drinnen dann: Gekreische und Gesänge. Mit „Lena, Lena“-Sprechchören vertreiben sich viele derjenigen, die mit Eltern-Begleitung ins Capitol gekommenen sind, die besonders knisternden Minuten nach dem Auftritt von Sängerin Emma Bale, die das Vorprogramm bestritt. Dann ist es endlich soweit: Auf dem Roten Teppich der Berlinale zeigte sich Lena Meyer-Landrut am Wochenende noch mit schwarzem Abendkleid. Im Capitol trägt sie auch schwarz – aber mit bauchfreiem Top. Auf der Bühne bilden einige Leuchtsäulen den Mittelpunkt der farblich schlichten aber imposanten Lichtshow.

Heimspiel: Im Februar 2016 ist Lena im Capitol in Hannover aufgetreten. 

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Der Auftritt im Capitol ist der Beginn der „Carry You Home 2.0“-Tour. Es ist die Fortsetzung der kleinen Klubkonzerte der Sängerin, bei denen sie im Herbst ihr aktuelles Album „Crystal Sky“ vorstellte. Auch im Capitol bildet das Album das Grundgerüst : Neben den Singles „Traffic Lights“ und „Home“ erklingt auch „Wild & Free“, der Titelsong zum Kinoerfolg „Fack Ju Göhte 2“: Auf geht’s! Wir sind, wer wir sein wollen! Alles ist möglich! So lässt sich der „Wild & Free“-Chorus übersetzen. Auf dem Album ist Lenas Stimme per Autotune-Effekt ordentlich aufgepumpt. Live macht sie das durch Einsatz wett, und mithilfe ihrer Co-Sängerin.

Die überfröhlichen, Kate-Nash-haften Stücke mit angelerntem Akzent sind mittlerweile die Ausnahme im Repertoire der 24-Jährigen. Ballade, Rockröhre, Rap-Part, Akustik-Gehauche – Lena ist nicht in jeder Spielart des Pop eine Meisterin, ein bisschen nervös ist sie zudem beim Tourauftakt in den alten Heimat. Aber sie ruht sich nicht auf den frühen Erfolgen aus, sie will überraschen.  Auch heute. Und das gelingt: Den ESC-Siegtitel „Satellite“ interpretiert sie in Hannover als langsam an Tempo aufnehmende Ambient-Nummer.

Lena Meyer-Landrut ist mittlerweile ein fester Bestandteil der deutschen Glitzerwelt. Sie hat sich – anfangs belächelt – als Jurorin bei der TV-Show „The Voice Kids“ etabliert. Ihre Alben verkaufen sich gut. Läuft bei Leni – wie sie das auf ihrer Homepage schreibt. In Hannover zeigt sie sich charmant bodenständig: Sie sagt gleich zweimal Danke: Den Fans, für das, was Fans eben so machen. Und der Mutter, die auch ins Capitol gekommen ist. „Danke Mutti, haste jut jemacht. Hab dich lieb!“

von Gerd Schild

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