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Einaudi spielt Zusatzkonzert im Kuppelsaal

Vom Plätschern und Träumen Einaudi spielt Zusatzkonzert im Kuppelsaal

Er ist ein Popstar unter den Pianisten, seine YouTube-Videos sind millionenfach angeklickt: Ludovico Einaudi. Auch das Zusatzkonzert, das er am Sonnabend im Kuppelsaal gespielt hat, war ausverkauft – wie schon bei seinem Auftritt im Februar diesen Jahres.

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Quelle: Petrow

Hannover. Einaudis Musik schwankt zwischen E und U, erinnert an Arvo Pärt, Eric Satie oder Yann Thiersen, zwischen minimalistischer, aber eben nicht einfacher Musik und Neoklassik. Dass es mehr ein Popkonzert denn ein Klassikkonzert im elitären Sinne ist, merkt man bereits zu Beginn, wenn Einaudi beginnt zu spielen, während das Publikum noch klatscht. Begleitet wird er von einer Band mit Violine und Cello in klassischer und elektronischer Ausführung, Synthesizer und Schlagzeug. Die Musiker experimentieren mit Schallgeräuschen im Wasser und singenden Sägen. Und spätestens bei der Lichtshow und der Klanggewalt der Band nimmt es schon mal pinkfloydeske Züge an.

Doch vornehmlich ist Einaudis Musik geprägt von schwelgerischen, dissonanzarmen Läufen, die er mal emphatisch, mal recht schlicht vorträgt. Nach knapp zwei Stunden ist jedoch auch spürbar, dass viele der Stücke ohne Haltung nebeneinander stehen, austauschbar, weil melodiearm sind und manchmal einfach vor sich hin plätschern. Richtig stark wird es nur, wenn Einaudi ganz ohne Begleitung spielt. Vielleicht lebt die Musik eben von diesen Bildern, die sich dann auftun wie bei dem Stück „Fly“ aus dem Film „Ziemlich beste Freunde“ oder „Nuvole bianche“. Das Publikum träumt den Stücken mit teils geschlossenen Augen nach – Musik vermag eben ganz unterschiedlich zu wirken.

Katharina Derlin

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