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Maceo Parker spielt im ausverkauften Pavillon

"Wir spielen keinen Jazz" Maceo Parker spielt im ausverkauften Pavillon

Fast vier Monate musste Hannover auf das Nachholkonzert von Maceo-Parker warten. Der eigentliche Termin im November vergangenen Jahres wurde – zusammen mit dem Länderspiel – wegen Terrorwarnung abgesagt, oder wie der Funk-Musiker es ausdrückt: „Da war irgendwas los.“ Am Montagabend war es dann soweit.

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Funk-Legende Maceo Parker und Band am Montag im Pavillon Hannover.

Quelle: Eberstein

Hannover. Nach mehr als 50 Jahren auf den Bühnen der Welt sollte man meinen, dass Maceo Parker sich und seinen Musikstil nicht mehr zu erklären braucht. Und dennoch gibt er zu Anfang seines Konzerts im hannoverschen Pavillon eine kleine Einführung in Musikkunde. „Auch wenn wir vielleicht so aussehen: Wir spielen keinen Jazz“, erklärt der Saxofonist. In schwarzer Abendgarderobe, Maceo Parker in Anzug und Krawatte, seine Background-Sängerinnen in Abendkleidern, demonstriert die achtköpfige Band dann, was ihr Chef damit meint: Der Unterschied zwischen einer ruhigen Jazz-Ballade und James Browns „Make it Funky“ könnte nicht größer sein.

Fast vier Monate musste Hannover auf das Nachholkonzert des Funk-Musikers warten. Der eigentliche Termin im November vergangenen Jahres wurde – zusammen mit dem Länderspiel – wegen Terrorwarnung abgesagt, oder wie Maceo Parker es ausdrückt: „Da war irgendwas los.“

Der Abend mit dem gealterten Musiker ist ein ständiges Auf und Ab. Auf fast jede Funk-Nummer folgt ein ruhiges Stück. Das Publikum wird dadurch häufig in seiner Euphorie gebremst, doch man kann es Herrn Parker nicht übel nehmen. Wer mit 73 Jahren noch fast dreistündige Konzerte gibt, der braucht auch mal Zeit zum Durchatmen. Gelegentliche Zwischenrufe nimmt er gelassen. Als sich ein Fan beschwert, dass es ihm zu jazzig wird, kontert Parker mit einem Lächeln „Das ist kein Jazz, das ist Liebe.“

Die Liebe zur Musik teilen natürlich auch seine Bandmitglieder. Schlagzeugerin Nikki Glasby sorgt mit ihrem fast zehnminütigen Solo ebenso für aufbrandenden Applaus wie die virtuosen Soli von Gitarrist Bruno Speight. Drei Stunden Funk mit Maceo Parker und Band sind schnell weggetanzt.

von Susanne Kolbeck

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