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„Maibaum“ macht Lust auf die Kunstfestspiele

Prolog im Georgengarten „Maibaum“ macht Lust auf die Kunstfestspiele

Prolog der Kunstfestspiele Herrenhausen: Der „Maibaum“, eine spektakuläre Performance des spanischen Tänzers Jordi Gali, ist im Georgengarten zu sehen.

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Spiralförmig – Jordi Galis „Maibaum“ im Georgengarten.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Ganz am Anfang werden Pflöcke eingerammt und Drähte gespannt, Leinen gelöst und durch Rohre gezogen - und das nicht zu knapp: 8000 Meter Leine, 500 kleine Rohre und fünf Akteure kommen zum Einsatz, bis ganz am Ende steht, was der spanische Künstler Jordi Gali mit einem deutschen Wort bezeichnet: „Maibaum“.

Rund zwölf Meter ist er dann hoch, und er hat mit seinen hölzernen Pendants kaum mehr als den Namen gemein. Statt Schnitzereien darin gibt es eine Leinenspirale drumherum. Und bis diese - eher einer vieloktavigen Luftharfe als einem martialischen Stamm gleichende - Installation nach rund drei Stunden steht, müssen in langen Läufen lauter Luftmaschen gezogen und lange Leinenbündel zum Zopf geknüpft werden - was eine Lauf- und Knüpfarbeit in tänzerischem Gleichmaß erfordert.

Zwischen Tanz und Skulptur

Kein Wunder, dass der 35-jährige, in Barcelona geborene Jordi Gali, der als Tänzer und Choreograf vor allem in Belgien und in Frankreich arbeitet, auf die Idee gekommen ist, aus dem Ebenmaß der Arbeitsschritte eine Tanzperformance zu machen. „Ich stamme aus einer Architektenfamilie - da denkt man auch als Tänzer zugleich architektonisch“, sagt Jordi Gali, der nach eigenen Worten fast drei Jahre an dieser Performance gearbeitet hat. „Als ich Jordis Performance bei einem Auftritt in Lyon gesehen habe“, sagt Stefan Buchberger, Chefdramaturg der Kunstfestspiele, „wusste ich sofort, dass das hierher passt - weil damit in wunderbarer Weise Installation und Performance verknüpft werden.“

Die „Maibaum“-Performance, die Montag erstmals vor Publikum gezeigt wurde und heute und morgen (jeweils ab 17 Uhr, Georgengarten in Höhe Appelstraße) wiederholt wird, bildet den Prolog der Kunstfestspiele, deren eigentlicher Start erst am Wochenende ist. Teil des Prologs sind außerdem ein Herrenhäuser Gespräch über die Kunst und das Digitale (Donnerstag, 19 Uhr im Schloss Herrenhausen) sowie Victoria Coelns Lichtinstallation „Painting the Night“ (danach und bis 18. Mai jeweils ab 21.30 Uhr im Großen Garten).

Das erste Wochenende der Kunstfestspiele

Die Kunstfestspiele selbst starten dann am Freitag mit „Blood on the Floor“ von Mark-Anthony Turnage, dirigiert von Kunstfestspiele-Intendant Ingo Metzmacher, einem Mix aus Traditionen der musikalischen Moderne mit der Tradition des Jazz.

Das erste Wochenende der Kunstfestspiele:

  • „Blood on the Floor“ von Mark-Anthony Turnage (Pavillon, 19 Uhr). „Revolving Realities Redux“, eine Klang- und Lichtinstallation von Marcus Schmickler und Carsten Goertz (Arne-Jacobsen-Foyer, Herrenhausen, 21.30 bis 23.30 Uhr).
  • „Das Stereoskop der Einzelgänger“, eine theatrale und musikalische Performance, und „Richters Patterns“, eine musiktheatrale Auseinandersetzung mit dem Maler Gerhard Richter (Sonnabend 18 und 20 Uhr, Sonntag 15 und 17 Uhr in der Orangerie Herrenhausen). „Spitting Chamber Music“, ein Rap-Abend des Berliner Musikerkollektivs Stargaze, das Hip-Hop-Muster mit zeitgenössischen Kompositionen konfrontiert (Capitol, 20 Uhr).
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