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Kultur Maren Ade stellt neuen Film im Raschplatzkino vor
Nachrichten Kultur Maren Ade stellt neuen Film im Raschplatzkino vor
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00:15 20.07.2016
Von Martina Sulner
Regisseurin Maden Ade im Raschplatzkino. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Die Vorfreude auf Maren Ade ist so groß, dass sich schon lange vor Beginn der 20.30 Uhr-Vorstellung am Sonnabend eine lange Schlange vor dem Ticketschalter gebildet hat. Die Wartenden hoffen, dass vielleicht doch einige der vorbestellten Karten nicht abgeholt werden.

Am Sonnabendnachmittag ist die 39-jährige Regisseurin mit ihren beiden kleinen Kindern in Hannover angekommen, sagt ihre Presseagentin. Maren Ade ist gerade auf PR-Tour für ihre hinreißende Komödie um den Musiklehrer Winfried (Peter Simonischek), der seine karrierewütige Tochter (Sandra Hüller), in Bukarest besucht. Dort trimmt sie als Beraterin Unternehmen auf Effizienz. Viele Hannoveraner haben Hüller wohl noch in Erinnerung durch ihren fulminanten Auftritt als „Parzival“ am hiesigen Schauspielhaus im Jahr 2010.

Als Maren Ade gegen 23.15 Uhr - ihr Film dauert tatsächlich annähernd drei Stunden - vor den Vorhang tritt, brandet wieder Beifall auf. Munter wirkt sie. Bis jetzt gehe es ihr noch gut auf der Promotour für ihren Film, sagt sie: „Es macht Spaß.“ Zumindest steht die schlanke Frau mit den großen Ohrringen gelassen vor den Besuchern und beantwortet geduldig die Fragen.

Ihr Begleiter Christoph Ott von der Verleihfirma muss nur wenig sagen oder fragen: Das Publikum ist weder zu schüchtern noch zu müde, um sich zu Wort zu melden. Ausführlich beschreibt Maren Ade, wie sie zwei Jahre an dem Drehbuch gearbeitet habe, mehrmals zu Recherchezwecken nach Rumänien gereist sei. Und wie sie dort lange gedreht hat. Eine der schönsten Szenen des Films hat sie zwölfmal gedreht, bis es passte: In der Passage singt Sandra Hüller einen Whitney-Houston-Song, begleitet von Simonischek am Klavier. „Manchmal merkt man beim Drehen schon, welche Szene bleiben wird“, sagt Maren Ade. Und erzählt, dass sie an dem umfangreichen Filmmaterial von 120 Stunden gut ein Jahr geschnitten hat. „Das Schneiden ist eigentlich das Schönste“, sagt die Filmemacherin, die für ihren neuen Film beim Festival in Cannes zwar nicht den von vielen Experten erwarteten Großen Preis, aber den Kritikerpreis erhalten hat. Jetzt ist „Toni Erdmann“, der am Donnerstag in den Kinos gestartet ist, beim Publikum angekommen - und beim hannoverschen ganz fabelhaft.

Nach zwei vergeblichen Anläufen sind zwei Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung des Stararchitekten Le Corbusier zum Weltkulturerbe ernannt worden. Die Unesco nahm am Sonntag in Istanbul Bauten Le Corbusiers in sieben Ländern auf die Liste des Welterbes auf, wie die Kulturorganisation der Vereinten Nationen mitteilte. 

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