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Weltmildes Geschunkel – Milow spielt im Capitol

Konzert Weltmildes Geschunkel – Milow spielt im Capitol

Vor gut 1400 Zuschauern spielte der belgische Singer-Songwriter Milow am Mittwochabend im Capitol. Seine ganz eigene Mischung aus Akustik und Elektro kam bei den Zuschauern gut an. Das Konzert ist Teil seiner Europatour anlässlich des im Mai diesen Jahres erschienenen Albums "Modern Heat".

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Milow und Band live im Capitol.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Der kahlrasierte Kopf, der sehnige, in schwarz gekleidete Körper – kernig wirkt er, dieser Milow, als er beim überraschend harten Beat seines Songs „Lonely“ auf die Bühne im Capitol hüpft. Und dann ist da gleichzeitig dieser Charme eines Nachbarjungen, wenn er mit dem Publikum und seinen Musikern durch den Abend plaudert. Mit der Single „You don’t know“ ist der 35-jährige Sänger, der eigentlich Jonathan Vandenbroeck heißt, 2007 auf der musikalischen Bildfläche erschienen. 42 Wochen blieb der Song, den er selbst geschrieben hat, in den Charts. Seitdem begleitet er uns damit und mit seinem noch erfolgreicheren Hit „You and Me (In My Pocket)“ auf Autofahrten, beim Kochen, Joggen oder Cocktail schlürfen.
Gleiche Kerbe wie Jack Johnson     

Milow und Band live im Capitol.

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Das Capitol ist mit 1400 Zuschauern gut gefüllt, wenn auch nicht ausverkauft. Der belgische-Singer-Songwriter ist eben doch schon ein bisschen populärer als viele seiner deutschen Kollegen.Das mag auch daran liegen, dass seine Songs mehr das Sonne-Strand-und-Meer-Lebensgefühl wiedergeben und auch ansprechen wollen, anstatt in komplexe, zuweilen düstere Gefühlswelten einzutauchen, die in diesem Genre sonst so oft melancholisch besungen werden. Damit schlägt er in die gleiche Kerbe wie schon Jack Johnson oder die Band Phantom Planet. Musikalisch mischt er mit seiner Band zusätzlich zu den Klängen der Akustikgitarren ein bisschen Elektro. Unterstrichen von grellweiß und später bunt aufflackernden Lichtstäben lädt das Ganze zum Mitwippen ein.

Bereits der Support-Act ist mit dem britisch-simbabwischen Kelvin Jones und seinem Hit „Call You Home“ kein gänzlich Unbekannter, er singt die Zuschauer eine gute halbe Stunde in die britischen Songwriter-Sphären. Milow zeigt dann mit „Howling at the Moon“ das Charakteristische, eben leicht Beschwingte seiner Popsongs. „Meet me at the sunset, summer will be over soon“, singt er dort. Und wie auch bei „Little in the Middle“, „Ayo Technology“ und „She might she might“ wippt man sofort leicht mit, summt die Songs nach, sie sind irre eingängig (und zugegeben auch ein wenig austauschbar). Aber ein bisschen Sommer, tanzbare Beats und weltmildes Geschunkel sind im Dezember ja auch ganz schön.     

Von Katharina Derlin

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