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00:00 28.10.2016
Mit Kunst Grenzen überwinden. Quelle: Daniel Marcus Kunzfeld
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Hannover

Wissen Sie, wo Ihre Grenzen sind? Wovon grenzen Sie sich ab? Was zieht Sie an? Was nimmt Sie ein? Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben? Wie entsteht Vertrauen? Wem möchten Sie näherkommen? Was können Sie erzählen?

In dieser Zeit, in der Menschen ihr Leben riskieren, um Grenzen zu überwinden, und andere ihr Leben einsetzen, um Grenzen zu sichern, stellen sich diese Fragen umso dringlicher. Wo die Sprache Grenzen setzt und Türen schließt, können die Künste dabei helfen, sie wieder zu öffnen. Im Projekt „Fusion“ überschreiten drei Frauen die Grenzen ihrer Sparten: Bettina Stieler (Tanzpädagogin beim Ballett der Staatsoper), Kirsten Corbett (Musiktheaterpädagogin an der Staatsoper) und Bärbel Jogschies (Theaterpädagogin am Schauspiel) arbeiten mit allen Mitteln ihrer Künste an der Fusion. Den Wunsch zur Zusammenarbeit entwickelten die drei Pädagoginnen bei gegenseitigen Besuchen ihrer Inszenierungen. „Schauspiel basiert im allgemeinen Verständnis auf dem Beherrschen der deutschen Sprache, auf Literatur und Text. Aber man erzählt auch mit dem Körper in Gesten und Bildern. Uns interessiert ein Theater jenseits von Worten. Das heißt aber nicht, dass nicht gesprochen wird“, erklärt Bärbel Jogschies. „Und jenseits von Noten“, ergänzt Kirsten Corbett. „Denn musizieren geht viel weiter, als Noten zu spielen. Es beginnt mit der Wahrnehmung und Gestaltung von Klängen.“ Genau da wollen die drei Theaterpädagoginnen ansetzen, bestätigt auch Bettina Stieler, „beim Körper, bei den Sinnen, bei der Bewegung. Die Teilnehmer nutzen ihre individuelle Körpersprache als Möglichkeit des Ausdrucks im Tanz und beim Finden von eigenem Bewegungsmaterial.“

Gesucht werden Mitspieler zwischen 15 und 99 Jahren, die sich auf dieses Experiment einlassen wollen. Unabhängig von Sprache, Geschlecht, Herkunft und Konstitution kann jeder teilnehmen. Ziel ist es, aus einer möglichst heterogenen Gruppe ein Ensemble zu formen, das gemeinsam singt, tanzt und spielt. Erzählt werden Geschichten über Begegnung, Trennung und Zusammenleben.Das Projekt ist Teil des Qualifizierungsprogrammes „Fit für Inklusion“ der Landeshauptstadt Hannover. Es wird vom Europäischen Sozialfonds gefördert.

n Kick-Off-Workshops: Am 12. und 13. November (Musik), 19. und 20. November (Schauspiel), 26. und 27. November (Tanz), jeweils von 12 bis 16 Uhr.

Probenphase im Februar und März jeweils montags und dienstags, 19 bis 22 Uhr, mittwochs 18.30 bis 21.30 Uhr, Intensivproben Ende März.Premiere: 31. März 2017, weitere Vorstellungen am 1. und 2. April.

Anmeldung und Information unter fusion@staatstheater-hannover.de

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