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Montreal macht Party ohne Ende

Konzert im Musikzentrum Montreal macht Party ohne Ende

Party, Party und nochmals Party: Bei der Band Montreal kennt die gute Stimmung keine Grenzen – so auch während des Konzerts im Musikzentrum in Hannover.

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Montreal im Musikzentrum Hannover.

Quelle: Villegas

Hannover. Das Musikzentrum war so schnell ausverkauft, dass die Hamburger Band Montreal für den 18. März 2018 bereits ein Zusatzkonzert in Hannover ankündigte – das erste in ihrer vierzehnjährigen Bandgeschichte. Für welche musikalischen Trends drängeln sich die Twentysomethings hier erwartungsvoll vor der Bühne? Die Antwort mag zugleich enttäuschen und überraschen. Die drei Musiker mit jugendlicher Haltung mischen Punk, Pop und Schlager. Mal klingen sie mit ihren rumpeligen Eins-zwei-drei-Rhythmen wie die Toten Hosen in der guten alten Zeit. Mal erinnern ihre ironischen Alltagstexte an die Hamburger Schule.

Und dann wieder scheinen die ungezählten Aaahs und Ooohs im zweistimmigen Gesang direkt aus einem Hit der Prinzen zu stammen. Das ist alles recht altmodisch. Und doch brodelt es im Publikum, die gut gelaunte Party kennt kaum Grenzen. Es wird nicht nur gehüpft, geschubst und mitgegrölt – schnell stehen auch die ersten Gäste auf der Bühne, meistens, um sich von da auf die ausgestreckten Hände der anderen zu werfen. Nur der Betrunkene im rosa Hasenkostüm muss überredet werden, wieder zu gehen. Die junge Frau, die zum traurigen Liebeslied „Allein mit mir“ zum Tanzen nach oben klettert, wird hingegen vom Bassisten Hirsch freudig empfangen: „Ich fühl‘ mich wie Bruce Springsteen.“

Es ist wohl kein Zufall, dass die Stimmung ausgerechnet beim Song „Katherine Katherine“ einen Höhepunkt erreicht - dem Cover eines Hits der Neuen Deutschen Welle, eingängig aber inhaltsleer. Mit „Tag zur Nacht“ hat die Band sogar ein Punk-Äquivalent zu Helene Fischers „Atemlos“ im Repertoire. Vor dem Konzert heizt Pensen Paletti die Stimmung an, der auch Mitglied der beliebten Band Monsters of Liedermaching ist. Er macht das so effektiv, dass das Publikum schließlich alles mitsingt, was er vorgibt. Viele erweisen sich auch bei Schnulzen wie Purs „Abenteuerland“ als durchaus textsicher. Im Nachhinein wundert das kaum.

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Von Thomas Kaestle

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