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Kultur Museumsflatrate startet am Donnerstag in Hannover
Nachrichten Kultur Museumsflatrate startet am Donnerstag in Hannover
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00:16 03.12.2016
Große Karte, viele Fans: Kunsthausrepräsentanten Thomas Schwark, Reinhard Spieler, Kathleen Rahn, Gisela Vetter-Liebenow, Matthias Görn und Mairi Kroll (von links) Quelle: Dröse
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Hannover

Ein „echtes Novum“ nennt es Harald Härke, der Kulturdezernent der Stadt Hannover, von einer „ganz tollen Kooperation“ spricht Annette Schwandner, die für Kultur zuständige Vertreterin des Landes. Die Rede ist von der so betitelten „Musehumscard“, mit der man sich von Donnerstag an Zugang zur Kunst in der Landeshauptstadt verschaffen kann – und zwar in acht großen Ausstellungsstätten Hannovers und für ein ganzes Jahr.

„In der Kultur setzen jetzt alle auf eine Karte“, sagt Sprengel-MuseumsChef Reinhard Spieler dazu – und dieser Satz gilt nicht nur für die Spitzen der beteiligten Häuser, die das Jahresticket jetzt mit den Vertretern von Stadt und Land im Wilhelm-Busch-Museum vorgestellt haben. Diese Worte lassen sich auch auf die Nutzer der Musehumscard beziehen. Denn die können als Familien alle auf eine Karte in die beteiligten Ausstellungshäuser gelangen – was Thomas Schwark, der Direktor der drei kulturgeschichtlichen Museen der Stadt, bundesweit als Alleinstellungsmerkmal einstuft.

Außer ins Sprengel-Museum kommt man mit der Karte auch ins Historische, Schloss-, Kestner-, Landes- und Wilhelm-Busch-Museum sowie in den Kunstverein und die Kestnergesellschaft. 60 Euro kostet die Karte regulär, die Jahresfrist beginnt erst mit dem Tag der ersten Nutzung. Nur 30 Euro zahlen unter 25-Jährige. Und für 8 Euro lassen sich die Karten durch einen Aufkleber mit dem Buchstaben „F“ zur Familienkarte aufwerten, mit dem auch Kinder bis zu zwölf Jahren mit ins Museum dürfen. „Eine junge Familie kann dann für 38 Euro ein ganzes Jahr ins Museum“, rechnet Kulturdezernent Härke vor. Und Annette Schwandner vom niedersächsischen Kulturministerium erblickt gerade in dieser Familienförderung eine mögliche Antwort auf neue Herausforderungen, die durch eine veränderte Kindheit, durch Digitalisierung und Migration auf Ausstellungsmacher zukommen. „Es geht darum, über den Kreis der Kunstspezialisten, unserer Freunde und Mitglieder hinauszugehen“, sagt Kunstvereinsdirektorin Kathleen Rahn. „Wir wollen mehr Menschen für zeitgenössische Kunst interessieren.“

Vorbilder für die Ausgestaltung der Museumskarte sind nach Schwarks Worten bundesweit gesucht worden. Immerhin gibt es im Südwesten der Republik sogar einen grenzüberschreitenden Museumspass, eine Jahreskarte, die für 300 Museen in Baden-Württemberg, Frankreich und der Schweiz gilt. Und als Erfolgsmodell gilt auch die „Art:card“ in Düsseldorf, die sich freilich nicht zur Familienkarte aufrüsten lässt.

Die Museumskarte wird zunächst auf zwei Jahre befristet eingeführt. In dieser Zeit sollen Erfahrungen gesammelt werden, nicht zuletzt das Verhältnis von Einzeltickets zur Nutzung der Jahreskarte. Bei gutem Verlauf ist eine Fortsetzung vorgesehen, und auch eine Erweiterung ist möglich. „Mich würde es nicht wundern, wenn in den zwei Jahren weitere Ausstellungshäuser Interesse an einer Teilnahme bekunden“, sagt Härke zu dem Modell, das auch finanziell ein Erfolg werden soll. „Es ist ja ein Attraktivitätsvervielfältigungsprogramm, das sich nach unseren Erwartungen unterm Strich auch rechnen wird.“

Nicht von der Ticketgebühr gedeckt sollen Veranstaltungen in den beteiligten Häusern sein. Weiter beibehalten wird, dass in einigen Häusern der Eintritt freitags frei ist, und die Kestnergesellschaft hält auch an der Regel fest, dass ein Ticket beliebig oft zum Besuch der jeweils aktuellen Ausstellung berechtigt.

Die Musehumscard kann von heute an in den beteiligten Häusern, in der Touristeninformation, Ernst-August-Platz 8, sowie im Neuen Rathaus erworben werden.

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