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00:15 09.09.2017
Von Stefan Arndt
Einhelliger Applaus: Thomas Hengelbrock und das NDR Elbphilharmonie Orchester nehmen den Beifall beim ersten Konzert der Saison in der Elbphilharmonie entgegen. Im Oktober gastieren die Musiker mit demselben Programm im hannoverschen Kuppelsaal. Quelle: Peter Hundert Photography
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Hamburg

Die Hamburger Elbphilharmonie ist am Wochenende in ihre erste vollständige Saison gestartet: Thomas Hengelbrock hat das NDR Elbphilharmonie Orchester geleitet, Solist bei Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Drama „Egmont“ war der Schauspieler Klaus Maria Brandauer. Natürlich war das Konzert lange vor dem Termin ausverkauft.

Das wird in den kommenden Monaten aber nicht immer so sein. Die Zeiten, in denen es so gut wie unmöglich war, ein Ticket für ein Konzert im neuen Saal zu ergattern, neigen sich dem Ende zu. Insgesamt standen für die nun begonnene Spielzeit 850.000 Karten zum Verkauf - und ein Teil davon ist immer noch zu haben. „Nach unserer Erfahrung interessieren sich die Leute vorrangig für die großen Orchester und die namhaften Solisten“, sagt Elbphilharmonie-Sprecher Tom R. Schulz. Veranstaltungen mit solchen Künstlern seien noch immer so schnell ausverkauft, wie man es sonst nur von Pop-Events kenne.

Für die Auftritte von weniger bekannten Musikern oder Konzerte im kleinen Saal, der wegen eines Wasserschadens gerade schon wieder teilweise saniert werden muss, gebe es aber oft noch Karten. Ein geringer Starfaktor bedeute in der Elbphilharmonie keinen Mangel an Qualität, sagt Schulz. Wer „Vertrauen in die dramaturgische Kompetenz“ seines Hauses habe, könne so interessante Konzerte erleben. Welche Veranstaltungen das sind, kann man auf der Internetseite des Konzerthauses erfahren. Gestern gab es unter anderem sogar noch Tickets für namenhafte Ensembles wie Salut Salon und die Zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker.

Der Intendant der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, hatte angesichts des zu Beginn nicht zu bewältigenden Publikumsandrangs in der vergangenen Saison noch geseufzt, er könne auch eine auf einem Kamm blasende Putzfrau auf die Bühne stellen - die Karten würden ihm trotzdem aus den Händen gerissen. Dem kann Sprecher Schulz inzwischen zumindest ein wenig widersprechen: „Ein solcher Auftritt“, sagt er, „wäre jetzt wohl erst drei oder vier Monate vor dem Konzerttermin ausverkauft.“

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