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Kultur Musiktage führen zu ungewöhnlichen Orten
Nachrichten Kultur Musiktage führen zu ungewöhnlichen Orten
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00:15 13.06.2017
Das Hornroh Modern Alphorn Quartet spielt im Harz. Quelle: Wacht
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Hannover

Es kann vorkommen, dass die Besucher der Niedersächsischen Musiktage in diesem Jahr ihre feinen Schuhe auch mal gegen Gummi- oder Wanderstiefel eintauschen müssen. Denn in der 31. Ausgabe des von der Sparkassenstiftung organisierten Festivals geht es um Räume, die besetzt und mit Musik gefüllt werden sollen: Kulturräume wie Kirchen, aber auch Landschaftsräume – und die reichen im Flächenland Niedersachsen vom bergigen Harz über die Lüneburger Heide bis zum Wattenmeer.

Das Programm der Musiktage vom 2. September bis 1. Oktober liest sich wie ein Reiseführer zu den schönsten Ecken des Landes. Viele der Konzerte finden an außergewöhnlichen Spielstätten statt, die normalerweise anderweitig genutzt werden, darunter das von Architekt Daniel Libeskind entworfene neue Zentralgebäude der Leuphana Universität in Lüneburg, die Maschinenhalle eines ehemaligen Bergwerks im Harz oder die Porzellanmanufaktur Fürstenberg.

Bereits am Eröffnungswochenende lädt Intendantin Katrin Zagrosek zu einer Tour ins Osnabrücker Land ein. Im Park Kalkriese, dem Schauplatz der Varusschlacht zwischen Römern und Germanen, treffen sich am 3. September 200 Amateurmusiker zur Uraufführung einer von dem Schweizer Daniel Ott eigens für die Musiktage geschriebenen Landschaftskomposition – ein Konzert, das die Besucher entlang des Mittellandkanals führen wird.

Erstmals bringen die Musiktage auch Naturwissenschaften und Musik in sogenannten Denkräumen zusammen. Vor der Kulisse des Wattenmeers in Cuxhaven referiert der Klimaforscher Mojib Latif über bedrohliche Wetterphänomene, parallel dazu erklingen Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, gespielt vom La Folia Barockorchester (23. September).

Das Oberharzer Wasserregal ist Thema eines Vortrags des Geologen Friedrich-Wilhelm Wellmer in Clausthal, dem sich ein Konzert des Hornroh Modern Alphorn Quartets anschließt. Auch Hannover ist Gastgeber eines Denkraums: Der Physiker Karsten Danzmann wird am 8. September im Lichthof der Leibniz-Universität von Schwarzen Löchern und Gravitationswellen erzählen, während um ihn herum das Junge Vokalensemble und die Elbtonal Percussion den Raum mit Klängen füllen.

Wie bereits im vergangenen Jahr finden nur wenige Konzerte direkt in Hannover statt. Neben einem Mittagskonzert in der Sparkassenstiftung mit Solisten des La Folia Barockorchester (19. September) und einer Aufführung der für 53 Stimmen komponierten Missa Salisburgensis in der Markuskirche (24. September) ist immerhin das Abschlusskonzert im Großen Sendesaal des NDR geblieben: Am 1. Oktober spielt die Junge Deutsche Philharmonie gemeinsam mit dem Pianisten Tzimon Barto unter der Leitung des Finnen Jukka-Pekka Saraste ein Programm, das auch diesen Raum auf eine ganz neue Art und Weise ausfüllen will. Und bereits vor dem eigentlichen Start der Musiktage kommen Chor und Orchester der Elisabeth University aus Hannovers Partnerstadt Hiroshima zum Sonderkonzert „Sternlose Nacht“ in die Neustädter Hof- und Stadtkirche (25. August).

Niedersächsische Musiktage

Niedersächsische Musiktage: Karten und vollständiges Programm unter Telefon (08 00) 4 56 65 40.

Von Linda Tonn

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