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Ninia LaGrande liest charmante Alltagsgeschichten im TaK

„Paar am Limit“ Ninia LaGrande liest charmante Alltagsgeschichten im TaK

Ninia LaGrande organisierte unter anderem die Poetry-Slam-Meisterschaften in Hannover und gründete im Zuge dessen das Büro für Popkultur, das erst kürzlich mit dem Kultur– und Kreativpiloten-Deutschland-Preis augezeichnet wurde. Im TaK liest die Moderatorin, Autorin und Slam-Poetin zum Thema „Paar am Limit“.

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Lesung mit Lächeln: Ninia LaGrande im TaK.

Quelle: Foto: Körner

Hannover.  Statt Festivalbändchen hängen Termine für Vorsorgeuntersuchungen an der Pinnwand  – so stellte sich die 15-jährige Ninia Binias, wie Ninia LaGrande bürgerlich heißt, ihr Leben als 28-Jährige vor. Job und Kinder statt Bandshirt also. Inzwischen ist die Moderatorin, Autorin und Poetry Slammerin 34 Jahre – und Festivalbändchen hat sie immer noch. „Was ich mit 28 gelernt habe“ erzählt davon –als einer der Texte, die sie im Theater am Küchengarten vorträgt. 

Es ist LaGrandes zweite Solo-Lesung im TaK. „Ich freue mich, dass Karten verkauft wurden. Früher war vorne noch alles aufgefüllt mit Familie und Freunden“, sagt die Lindenerin stolz. Hinter ihr liegt ein erfolgreiches Jahr: Sie organisierte unter anderem die Poetry-Slam-Meisterschaften in Hannover und gründete im Zuge dessen das Büro für Popkultur, das erst kürzlich mit dem Kultur– und Kreativpiloten-Deutschland-Preis augezeichnet wurde. 2014 hat sie ein Buch geschrieben („Und ganz, ganz viele Doofe“), nun veröffentlicht sie ihre Texte hauptsächlich in Magazinen und Zeitungen – und natürlich auf ihrem Blog. 

Es sind charmante Erzählungen über ihren Alltag mit Mann und ohne oder mit Kind. Über skurrile Zuschriften nach einer sektgeschwängerten Kontaktanzeige („Die Kontaktanzeige“) oder die entspannte Freizeitgestaltung mit „dem Mann“ („Fernseh-Junkies“). Und über ihre „ehrenamtliche“ Beteiligung an der „kollektiven Erziehung“. Dafür setzt sie sich mit ihrem Mann an den Spielplatzrand und ruft, getarnt mit Mutti-Keksdosen, ab und zu ärgerlich Sätze wie „Gisela, das muss doch nicht sein“ in Richtung Sandkasten. Die mehr als 90 Zuschauer im Tak lachen und klatschen begeistert Applaus. 

Oft thematisieren die Texte auch alltägliche Ärgernisse: Wie beim Marktspaziergang mit Mann und Kind, als eine Frau fragte „Ist das ihr Brüderchen?“. Oder auch „Wird das dann auch so klein?“ verbunden mit Blick auf den Schwangerschaftsbauch der Kleinwüchsigen. „Na ich hoffe doch“, antwortet LaGrande schlagfertig, twittert ihr Erlebnis – und schreibt im besten Fall auch noch einen Text darüber.

Von Kira von der Brelie

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