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18:36 23.02.2018
Klimawandel: „Cry me a River“ mit Anna Mendelssohn. Quelle: Tim Tom
Hannover

Genreübergreifend, generationenverbindend, in Herrenhausen verortet, aber mit Ankerpunkten in der Innenstadt: Mit den dritten Kunstfestspielen Herrenhausen unter seiner Leitung möchte Ingo Metzmacher Zuschauer, Künste und Künstler miteinander vernetzen, Grenzen aufheben und neue Klangwelten erschließen: Musik, Tanz, Film, Theater. So soll in Hannover „das beste aller möglichen Festivals“ beheimatet sein, das offen bleibt für neue Impulse und Entdeckungen. Ein Festival außerhalb des Alltags, betont der Intendant und Dirigent. „Die Kunstfestspiele stehen dafür, Menschen zusammenzubringen.“ Etwa bei den „Tischgesprächen“ im Spiegelzelt, das als Treffpunkt zwischen Ehrenhof und Orangerie in diesem Jahr mit neuer Inneneinrichtung aufgestellt wird.

Rund 60 Veranstaltungen wird es an insgesamt 17 Festivaltagen geben, Konzerte, Ausstellungen, Installationen. Zum Auftakt am Pfingstwochenende, am 18. und 19. Mai, wird die Theaterlegende Robert Wilson seine Version der „Lectures on Nothing“ von John Cage in der Orangerie vorstellen - eine „Sprachmusik aus Klang und Stille“. Das Grau Schumacher Piano Duo (21. Mai) führt das Publikum von Claude Debussy bis in die Gegenwart, das klassische Humboldt-Trio wird einen Doppel-Abend mit der kanadischen Post-Rock-Geigerin Sarah Neufeld bestreiten (30. Mai). Auch mit dieser ungewöhnlichen Kombination möchte Metzmacher Brücken bauen.

Zwei besondere Akzente setzt er in der Stadt: In der Marktkirche werden am 26. Mai die „Tenebrae Responsoria“ des Renaissance-Komponisten Carlo Gesualdo mit dem belgischen Vokalensemble Graindelavoix vollständig aufgeführt - ein Abend mit Meditationspotenzial, der vier Stunden umfasst. Auch das Requiem von Hector Berlioz am 27. Mai im Kuppelsaal mit rund 500 Mitwirkenden gehört zu den Großereignissen des Festivals, mit einem Orchesterepilog von Bernd Alois Zimmermann erinnert Dirigent Ingo Metzmacher an den Komponisten, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

Tim Etchells Klang- und Lichtinstallation im Arne Jacobsen Foyer ist während des gesamten Festivals zu sehen, Anna Mendelssohn begibt sich tänzerisch auf dünnes Eis in ihrer Klima-Performance „Cry me a River“ (am 23. Mai), um Transformationen geht es der Performerin Eszter Salamon in ihrer „Monument“-Serie - ein außergewöhnliches Ausstellungsformat in der Galerie zum Finale der Kunstfestspiele Herrenhausen am 2. und 3. Juni. Der Berggarten wird zur Festivalbühne, ebenso wie die Schwanenteiche im Großen Garten. Und erstmals werden Studierende aus fünf niedersächsischen Universitäten zu einem Festivalcampus eingeladen. Begegnungen und Entgrenzungen allerorten. Dz

Karten und Infos unter

www.kunstfestspiele.de und (05 11) 12 12 33 33.

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