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Kultur „Papillon“ – Neuverfilmung mit Charlie Hunnam
Nachrichten Kultur „Papillon“ – Neuverfilmung mit Charlie Hunnam
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15:32 06.07.2018
Schmieden Fluchtpläne: Charrière (Charlie Hunnam, links) und Louis Dega (Rami Malek). Quelle: Foto: Constantin
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Beim ersten Fluchtversuch drohen zwei Jahre Einzelhaft, beim zweiten fünf. Kommt ein Wärter ums Leben, endet der Delinquent unweigerlich unter der Guillotine. Für die Gefangenen des Straf- und Arbeitslagers St. Laurent in Französisch-Guayana geht es nicht um Resozialisierung. Widerständige Geister sollen rigoros gebrochen werden.

Papillon will seine Strafe keinesfalls absitzen

Henri Charrière (Charlie Hunnam), wegen seines Schmetterling-Tattoos „Papillon“ genannt, ist solch ein widerständiger Geist. Der Safeknacker ist Anfang der 30er Jahre in der Strafkolonie gelandet, weil er einen Zuhälter ermordet haben soll – was er bestreitet.

Bereits auf dem Weg dorthin hat er sich mit dem Fälscher Louis Dega (Rami Malek) zweckverbündet. Der kräftige Papillon bietet dem schmächtigen Dega Schutz. Der wiederum verfügt über die Geldmittel, die sein Leibwächter für seine Fluchtpläne braucht. Denn eines ist sicher: Papillon will seine Strafe nicht einfach absitzen.

Der dänische Regisseur hält sich weitgehend an den Originalfilm

Der gleichnamige autobiografische Roman von Henri Charrière wurde schon einmal verfilmt: 1973 von Franklin J. Schaffner mit Steve McQueen und Dustin Hoffman in den Hauptrollen. Der Däne Michael Noer hält sich im Großen und Ganzen an das noch etwas längere Kino-Original und prangert auch den inhumanen Strafvollzug in der erst 1953 geschlossenen Strafkolonie scharf an.

Zugleich feiert er den absoluten Durchhaltewillen seines Titelhelden, der auf manch ultraharte Probe gestellt wird. Daneben bekräftigen Charlie Hunnam und Rami Malek schauspielerisch die entstehende Freundschaft zwischen den beiden „Geschäftspartnern“. Allerdings spult sich die zwischen Knastdrama und Fluchtabenteuer changierende Handlung etwas mechanisch ab.

So bestätigt die „Papillon“-Neuauflage letztlich, was für viele Remakes gilt: nicht schlecht, aber auch nicht zwingend nötig.

Von Jörg Brandes / RND

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