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00:25 28.02.2015
Romantisches Konzert zur Passion: Das vierteilige Programm hatte es in sich. Quelle: Symbolbild
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Hannover

Das vierteilige Programm hatte es in sich. Es wartete mit hörenswerten Raritäten auf und schlug eine Brücke zwischen Breslau, Wien, Oslo und Paris. Sowohl die seit 2005 von Lorenz Luyken dirigierte Sinfonietta Nuova als auch die knapp vierzig Männerstimmen der von Florian Lohmann geleiteten Chöre Capella St.Crucis und Collegium Vocale waren bestens präpariert worden.

Mochte in der tragischen Ouvertüre von Johannes Brahms die Erhabenheit in knalliger Akustik etwas vergröbert wirken, so ließ Franz Schuberts „Gesang der Geister über den Wassern“ durch merklich zurückgenommene Dynamik und sorgsame Balance zwischen den Männerstimmen und den tiefen Streichern aufhorchen. Diese mit dem typischen Schubert-Rhythmus lang-kurz-kurz-lang beginnende Goethe-Vertonung war 1821 im Wiener Kärntnertor-Theater auf Unverständnis gestoßen. Eine Uraufführungskritik bescheinigte dem Werk kaum mehr als „musikalische Modulationen und Ausweichungen ohne Sinn, Ordnung und Zweck“. Nichts davon konnte jetzt nachvollzogen werden.

Es gab viele Indizien für die fabelhafte Zusammenarbeit der beiden Laiengruppen. Dem Publikum wurde die Kooperation am augenscheinlichsten, als mitten im Cherubini-Requiem die Leitung wechselte, also der Stab von Florian Lohmann an Lorenz Luyken übergeben wurde. Wenn am 14. März das Cherubini-Requiem anlässlich der Tage für Chor- und Orchestermusik in Celle wiederholt wird, präsentiert sich Hannover als Musikstadt erstklassig.

Von Ludolf Baucke

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