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Kultur Rap à la française
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00:00 31.03.2017
Überwinden die Schwerkraft: Accrorap. Quelle: MIRABELWHITE Sandrine Garcia.
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Hannover

In Sachen Tanz sind sie Weltmeister: Wohl in keinem anderen Land der Erde hat der Tanz einen ähnlich hohen Stellenwert wie in Frankreich. Der Tanz – ohnehin die älteste Form der darstellenden Kunst – hat dort eine lange Tradition, er diente nicht nur dem künstlerischen Ausdruck, er war auch Mittel zur Demonstration des Kunstsinns der Herrschenden sowie der Prachtentfaltung am französischen Königshof. Wir lächeln heute ein wenig bei der Vorstellung, Mitglieder der famille royale mit dem Monarchen an vorderster Front das Tanzbein schwingen zu sehen. Und doch war es zu Zeiten des Sonnenkönigs Ludwig XIV. üblich, dass auch Mitglieder der Königsfamilie und sogar der Monarch höchstselbst zusammen mit einigen Profitänzern für wenige Auserwählte bei Hofe auftraten, darunter oft Gesandte anderer Länder. Auch in modernen Zeiten hat das Tanzland Frankreich die Nase vorn: Anfang der 1980er-Jahre entstanden in Frankreich auf Betreiben des Kultusministeriums die sogenannten Centres chorégraphiques, also „Choreo-grafische Zentren“, die sich der Förderung des Tanzes verschrieben haben und auch eigene Kompanien besitzen. Bei den Oster-Tanz-Tagen 2017 gastiert die Kompanie Accrorap des Centre chorégraphique aus dem westfranzösischen La Rochelle mit einer Choreografie von Kader Attou, einem der Stars der jungen Tanzszene Frankreichs. Er hat sein Stück lapidar „Opus 14“ betitelt – es ist seine 14. Arbeit. Und die hat es in sich: Hip-Hop à la française! Zu atemberaubenden Höhenflügen setzen seine 16 Tänzerinnen und Tänzer an – und hebeln so scheinbar die Gesetze der Schwerkraft aus.

Aus Lateinamerika kommt die São Paulo Dance Company, deren Ruf inzwischen um die ganze Welt geeilt ist und die sich nun auch in Hannover vorstellt. Mit im Gepäck hat die Kompanie aus Brasiliens größter Stadt ein anspruchsvolles dreiteiliges Programm, es besteht aus Choreografien der beiden „alten Hasen“ Édouard Lock und Nacho Duato und des Newcomers Clébio Oliveira. Mit dem hochkarätigen Gastspiel von Constanza Macras und ihrer Kompanie DorkyPark (wir berichteten darüber in der März-Ausgabe der „Spielzeit“) ist das Trio der Gastspiele bei den Oster-Tanz-Tagen 2017 komplett. Auch auf dem Programm des einwöchigen Tanzfestivals: die hauseigene Produktion „Gefährliche Liebschaften“.

Dienstag, 11. April, 19.30 Uhr

The Seasons/Céu cinzento/Gnawa

São Paulo Dance Company

Mittwoch, 12. April, 19.30 Uhr 

Marschner-Saal

Babel Collage

Donnerstag, 13. April, 19.30 Uhr

Megalopolis

Constanza Macras/DorkyPark

Karfreitag, 14. April, 19.30 Uhr

Marschner-Saal

Tanzverbot

Cássia Lopes/Maewen Forest und Band Rootation

Sonnabend, 15. April, 19.30 Uhr

Opus 14

Centre Chorégraphique National de la Rochelle/Accrorap

Ostersonntag, 16. April, 18.30 Uhr

Gefährliche Liebschaften

Ballett der Staatsoper Hannover

Ostermontag, 17. April, 10 Uhr

Kleiner Ballettsaal

Socke! Das Tanzspiel für die kleinsten Tanzfans

Ostermontag, 17. April, 16 Uhr

Dance and the City

Große Präsentation der Oster-Tanz-Tage-Workshops

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