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Runrig: „Wir sind ja noch nicht tot“

Swiss-Life-Hall Runrig: „Wir sind ja noch nicht tot“

"The Story": Die schottische Band Runrig stellt nach 43 Jahren in der Swiss-Life-Hall die letzte CD der Gruppe vor. Auf Tournee mit dem letzten Studioalbum hat das Folkrockensemble um die Brüder Calum (Percussion) und Rory (Bass) Macdonald am Wochenende in Hannover Station gemacht.

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„Esss esst wonderrrschooön, en Hannovre ssuu ssein“, Bruce Guthro freut sich. 

Quelle: Heusel

Hannover. Das Konzert hat noch gar nicht richtig begonnen, die E-Gitarre gibt bloß ein paar erste Warmspielklänge von sich, der Schlagzeuger sitzt noch nicht mal auf seinem Hocker – schon klatscht das Publikum mit. So ist das, wenn Fans ihre seit 43 Jahren verlässlich arbeitende Lieblingsgruppe feiern – auf deren Tournee mit dem letzten Studioalbum. Runrig, schottisches Folkrockensemble um die Brüder Calum (Percussion) und Rory (Bass) Macdonald, eine Gruppe, bei der in den Videos immer noch der Weizen wogt, war in der Swiss-Life-Hall.

Die Schottischen Folk-Rocker Runrig mit ihrer aktuellen Tour "The Story" in der Swiss Life Hall aufgetreten.

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Haufenweise Paare in Runrig-Shirts. Ein junger Mann kommt im Schottenrock in den Saal. Und ein Mann mit Rauschebart, der kein Runrig-Shirt trägt, sondern eines mit der Aufschrift „Ich habe die Magersucht überstanden“. So sieht er auch aus. Wie ein Fels steht er in der Menge. Die Anfang des Jahres erschienene letzte Runrig-CD, es ist das 14. Album, heißt „The Story“. Die CD sollte erst gar kein Schlusspunkt werden, hat Rory Macdonald in Interviews erzählt, aber dann habe sich alles, Musik, Texte, die Arbeit daran, nach Abschied angefühlt. Gleichwohl: „Wir sind ja noch nicht tot“, sagt Sänger Bruce Guthro. Die Gruppe wolle nur keine CDs mehr machen. Im Moment ist das dem Publikum egal, im Moment wird „Beat the Drum“ laut mitgesungen.

Ein Drittel der Stücke ist dem neuen Album vorbehalten, die übrigen der Nostalgie. In jedem zweiten Song könnten die Musiker Pause machen, das Publikum singt auch allein. „Esss esst wonderrrschooön, en Hannovre ssuu ssein“, ruft Bruce Guthro. Jubel.

Brian Hurren zaubert ein Akkordeon aus seinen Keyboards, Iain Bayne trommelt, dass die Lightshow in Fetzen zu fliegen scheint. Seligkeit macht sich breit, die Luft steht, aber das stört niemanden. Auch nicht, dass der Sound nicht so toll ist, die Stimmen kommen eher schrill rüber.

„Skye“ schließlich wird eine Art Overkill aus Licht und Sound, und bei den Zugaben kommt endlich „Loch Lomond“, das man bei „Erkennen Sie die Melodie?“ spielen könnte. Weil der Applaus nicht aufhört, singen die Runrigs ganz am Schluss „Hearts of Olden Glory“, a capella, zusammen mit den Fans.

Von Bert Strebe

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