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Tourismusfaktor Gandhi

Salon Herbert Royal im Theater am Aegi Tourismusfaktor Gandhi

Egal ob Landtagsumbau, Üstra-Mode oder Baumschutzsatzung: Beim etwas anderen Rückblick auf das Jahr 2015 nimmt sich der Salon Herbert Royal Provinzpossen zur Brust - und macht den Zuschauern einen Reim darauf. Am 2. und 3. Dezember treten die sechs HAZ-Autoren und -Kolumnisten im Theater am Aegi auf.

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05 11 statt 08/15: Teetz (v. l.), Janssen, Wieders­heim, Brauer, Schmaler und Grimm auf den roten TAK-Sesseln.

Quelle: Jochen Lübke

Hannover. Es darf ruhig noch einmal erwähnt werden: Hannover hat ein Gandhi-Denkmal. Seit der Hannover-Messe, bei der Indien Partnerland war. Gandhi, der alte Technikfreak mit seiner Vorliebe für Schaufelbagger und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen - das passt. Das Denkmal steht im Maschpark, und seit es dort steht, ist es an Wochenenden Anziehungspunkt für viele Menschen aus anderen Städten geworden. In den vergangenen Monaten aus Dortmund, Stuttgart und Berlin, am Sonnabend wird mit Gandhi-Freunden aus Ingolstadt gerechnet. Und weil es ein paar Meter weiter zufälligerweise ein Fußballspiel gibt, nehmen die Gäste das auch noch mit. Hannover ist eben immer eine Reise wert. Und einen Jahresrückblick.

Denn damit solche Highlights hannoverscher Stadtentwicklung nicht untergehen, gibt es den Salon Herbert Royal. Sechs satirische Chronisten aus dem Nachrichtengeschäft, die den HAZ-Leser schon durch das Jahr in Kolumnen begegnen: Bruno Brauer, Imre Grimm, Uwe Janssen, Dirk Schmaler, Kristian Teetz und Volker Wiedersheim ziehen über das Jahr verteilt schon im Theater am Küchengarten ihre Teilbilanzen. Das hannoversche Jahr ist allerdings erst zu Ende, wenn sie den Deckel drauf gemacht haben. Das wäre diesmal am 2. und 3. Dezember im Theater am Aegi.

Ziemlich früh, könnte man sagen. Andererseits: Es ist schon so viel passiert. Man denke an den Landtagsumbau in Hannover, wo man sich am Ende auf den kleinsten gemeinsamen Nenner „Standsicherheit“ einigte. Oder ungeklärte Fragen rund um die neue Südschnellweg-Brücke, die in der Überlegung gipfeln, ob man nicht besser Teile von Döhren und Seelhorst flutet, anstatt verkehrstechnisch mal wieder was Halbgares zu produzieren. Natürlich haben sich die sechs Herberts auch die umsichtig geplante Straßenumbenennungswelle zur Brust genommen - und dabei weitergedacht. Eigentlich müsste man viel mehr Straßen in Hannover umbenennen. Warum? Die Gäste im Aegi werden es erfahren.

Herbert-Royal-Salon-Orchester spielt

Musikalisch haben sich die sechs Rückblicker wieder mit dem Herbert-Royal-Salon-Orchester verstärkt: Der langjährige Kunze-Kollaborateur Heiner Lürig, mittlerweile im hessischen Fritzlar zu Hause, spielt Gitarre, Produzent Jens Krause Schlagzeug, Mathis Eberhardt Bass. Gemeinsam werden sie unter anderem das luftige Modekonzept der hannoverschen Verkehrsbetriebe besingen, und singende Freibeuter auf dem hannoverschen Haussee - die ebenfalls mit der Üstra zu tun haben. Jedenfalls nebenbei. Und natürlich bleiben auch die Top-Themen des Jahres nicht außen vor: die Flüchtlingsproblematik und die neue Baumschutzsatzung, die im obligatorischen Mondkalender der Herberts auf die allgemein verständliche Formel „Willst Du das Gehölz erhalten, dann lass die Schere sachte walten“ gebracht wird.

Freunde der hannoverschen Live-Chronistik wissen: Wenn der Salon Herbert Royal fertig ist, dann kann das alte Jahr gehen. Wohin auch immer.

Restkarten für die Auftritte am 2. und 3. Dezember um 20 Uhr im Theater am Aegi gibt es unter www.tak-hannover.de  oder telefonisch unter (05 11) 44 55 62.

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