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Der Bond-Killer kommt aus Braunschweig

Schauspieler Detlef Bothe Der Bond-Killer kommt aus Braunschweig

Der Braunschweiger Detlef Bothe spielt im neuen James-Bond-Film "Spectre" einen Killer - reden darf er darüber aber nicht. "Da gibt es ein achtseitiges Formular, das man unterschreiben muss. Eine ganze Seite beschäftigt sich mit den Konsequenzen, wenn man doch was sagt", sagte der 50-Jährige.

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Schauspieler Detlef Bothe.

Quelle: dpa

Braunschweig. Christoph Waltz (59) ist der Schurke im neuen James-Bond-Thriller „Spectre“ (Premiere am 26. Oktober in London) - doch neben ihm treibt auch ein weiterer deutschsprachiger Schauspieler dort sein Unwesen: Detlef Bothe (50), gebürtig aus Braunschweig, heute in München lebend. Im Interview dverrät Bothe, was einen überzeugenden Bösewicht ausmacht.

Im Trailer zu „Spectre“ sind Sie noch nicht zu sehen. Wen spielen Sie?
Ich spiele einen Iceman, einen Killer. Aber eigentlich darf man nichts sagen. Da gibt es ein achtseitiges Formular, das man unterschreiben muss. Eine ganze Seite beschäftigt sich mit den Konsequenzen, wenn man doch was sagt. Alles ist sehr geheim. Das ist sehr geschickte PR-Arbeit. Die Engländer haben es schon drauf.

Zur Person

Detlef Bothe ist ein Multitalent. Neben der Schauspielerei macht er auch selbst Filme, schreibt Drehbücher und tritt als Regisseur in Erscheinung. Der 50-Jährige lebte bis 1989 in Niedersachsen, dann zog es ihn nach Bayern.

Sie spielen in vielen Filmen den Bösewicht. Eine Idee, warum das so ist?
Weil ich das halt gut verkörpern kann. Aber ich spiele ja nicht nur Bösewichte. Von Idioten über Familienväter: Zwischentöne sind da relativ gut vertreten. Aber der Typus des Knallharten kommt schon immer wieder vor. Den kann ich gut spielen. Man muss halt wissen, wie es geht.

Wie denn?
Da kann ich Ihnen drei Tage Schauspielunterricht verpassen, dann wissen Sie es. Das muss man sich erarbeiten. Das sind die Bewegungen, das ist Haltung und die nonverbalen Möglichkeiten. Da kommt einiges zusammen. Jeder hat natürlich Aggressionen und Boshaftigkeit in sich. Dies muss man offen machen und auch in Anschaulichkeit übersetzen. Als Schauspieler arbeitet man diese Seiten aus. Die stehen einem dann im Bestfalle nuanciert zur Verfügung, und ich kann schnell drauf zurückgreifen.

Curd Jürgens, Gert Fröbe oder Klaus Maria Brandauer - immer wieder mimen deutschsprachige Schauspieler den Bösewicht in James-Bond-Filmen. Im aktuellen Bond wird zudem Christoph Waltz zu sehen sein. Warum ist das so?
Keine Ahnung, da müssen Sie die Engländer fragen. Wir Deutschen sind die Nazis, die Bösen, die Irren.

Sie machen selbst Filme. Mussten Sie am Set von James Bond den Regisseur in sich unterdrücken?
Nein. Ich bin ja froh wenn ich als Schauspieler arbeite. Dann habe ich nur diesen einen Job zu machen. Das ist angenehm, das ist schön. Da hab ich überhaupt kein Interesse, mich einzumischen. Das würde auch gar keinen Sinn machen. Ich mache meinen Job als Schauspieler. Basta.

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