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Schauspieler Uwe Friedrichsen gestorben

Im Alter von 81 Jahren Schauspieler Uwe Friedrichsen gestorben

Er war der Schüler in Gustaf Gründgens „Faust“ und spielte den Fahnder in „Schwarz-Rot-Gold“: Jetzt ist Uwe Friedrichsen, der Schauspieler mit der markanten Stimme, mit 81 Jahren gestorben.

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Uwe Friedrichsen.

Quelle: dpa

Hamburg. Der Schauspieler Uwe Friedrichsen ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 81 Jahren in einem Hamburger Krankenhaus, bestätigten die Witwe Ute Friedrichsen und seine Künstleragentur der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Gustaf Gründgens hatte den jungen Mimen 1956 für seine legendäre „Faust“-Inszenierung ans Hamburger Schauspielhaus geholt. Friedrichsen gehörte dessen Ensemble zwölf Jahre lang an. Danach arbeitete er als freier Schauspieler und war in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in der Wirtschaftskrimi-Serie „Schwarz-Rot-Gold“ und in der „Sesamstraße“ neben Lilo Pulver und Horst Janson. Friedrichsen war auch ein gefragter Hörbuch- und Synchronsprecher und lieh unter anderem seinen amerikanischen Kollegen Peter Falk und Donald Sutherland seine markante Stimme.

Der deutsche Schauspieler Uwe Friedrichsen starb im Alter von 81 Jahren in einem Hamburger Krankenhaus, bestätigten die Witwe Ute Friedrichsen und seine Künstleragentur.

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Geboren wurde Friedrichsen 1934 als Sohn eines Ingenieurs in Altona. Schon in der Schule hatte er in zahlreichen Aufführungen mitgewirkt, machte aber den Eltern zuliebe eine Lehre als Import-/Exportkaufmann. Nebenher brachte er sich das Schauspielen selbst bei und gründete 1953 mit Freunden das innovative Theater 53. 1955 wurde Ida Ehre, die Prinzipalin der Hamburger Kammerspiele, auf ihn aufmerksam. Ein Jahr später holte ihn Gustaf Gründgens ans Deutsche Schauspielhaus. Auch wenn er später viel für Film und Fernsehen arbeitete, galt seine Liebe immer dem Theater. So stand der Schauspieler bis ins hohe Alter regelmäßig auf der Bühne, unter anderem am Ernst Deutsch Theater in Hamburg und an den Hamburger Kammerspielen.

Große Erfolge feierte Friedrichsen auch am Hamburger Ohnsorg-Theater, wo er in die Rolle des legendären Hans Albers schlüpfte und in einer plattdeutschen Inszenierung von Goethes „Faust“ den Mephisto spielte. Die Hamburger Volksbühne ernannte den Schauspieler, der in zweiter Ehe mit der Pharmareferentin Ute Papst verheiratet war und in Seevetal bei Hamburg lebte, zu seinem 60. Bühnenjubiläum zum Ehrenmitglied.

Große Popularität erreichte Friedrichsen, als er in der Fernsehserie „Familie Schöllermann“ mitspielte und die Rolle des Detektivs in „John Klings Abenteuer“ (1965-1970) übernahm. Bis 1995 spielte er mit sprödem norddeutschen Charme einen Zollfahnder in der Wirtschaftskrimiserie „Schwarz-Rot-Gold“. Vor allem Kinder werden sich an seine Auftritte in der „Sesamstraße“ erinnern. Auch in zahlreichen „Tatort“-, „Derrick“- und „Der Alte“-Folgen war Friedrichsen ein gerngesehener Gast.

dpa

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