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Kultur Schiller bringt Klangwelten ins Theater am Aegi
Nachrichten Kultur Schiller bringt Klangwelten ins Theater am Aegi
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00:17 13.11.2017
Theater am Aegi: Schiller. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Der Beat tickt. Gleichförmig. Wie das Schlagen einer Uhr hallt er in den dunklen Raum hinein. Leise Töne kommen dazu, einfache Xylophonmelodien, verzerrte Klavierklänge, dumpfe Gitarrenbeats. Sie alle legen sich übereinander, verdichten sich und verschmelzen zu einem intensiven Klangteppich. Und schließlich tauchen aus dem wabernden blau angestrahlten Kunstnebel auch die Urheber der elektronisch zusammengemischten Klänge hinter ihren Mischpulten auf.

Konzept aus Klang, Licht und Farben

Einen Klangforscher nennt sich der Künstler Schiller alias Christopher von Deylen, und tatsächlich ist die knapp zweistündige Show im ausverkauften Theater am Aegi mehr als ein Konzertabend. Es ist eine Gesamtkonzept aus Klang, Licht und Farben, das den Betrachter einfängt und in eine Art Klanglabor entführt. Die reinen Instrumentalstücke tragen Titel wie "Ultramarin", "Futur II", "Polarstern" oder "Das Glockenspiel" und widersetzen sich jeglicher musikalischen Einordnung. Mal plätschern sie verträumt und meditativ gleichförmig dahin, mal sind die harten und pulsierenden Beats körperlich zu spüren. Akustische Instrumente gibt es nicht. Zwar zupfen die beiden Musiker an der Gitarre und trommeln auf Klangschalen und Schlagzeug - der Sound ist immer elektronisch verstärkt. Parallel dazu tanzen hinter den konzentrierten Musikern auf der großflächigen Leinwand psychedelische anmutende Linien und Formen. Sie heben sich neongrell gegen den schwarzen Hintergrund ab und ziehen an kargen Landschaften vorbei.

Erfolg durch Live-Auftritte

 Durch seine Live-Auftritte ist Schiller bekannt geworden: Sieben Millionen verkaufte Platten, fünf Nummer-Eins-Platzierungen in den Charts und viele Auszeichnungen kann außer ihm kein aus Deutschland stammender Elektro-Künstler vorweisen. Das Zusammenspiel aus wummernden Bässen, Licht und Farbenspielen geht auf. Beinahe störend sind da die Sitze im Theatersaal, denn Schillers Musik lädt ein zu tanzen, sich in den Elektro-Beats zu verlieren und darin gänzlich aufgehen. Nach knapp zwei Stunden endet das Klangerlebnis - mit dem Gefühl, die Nacht durchgefeiert zu haben.

Fotostrecke Kultur Allgemein: Schiller bringt Klangwelten ins Theater am Aegi

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