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Kultur So gut war David Garrett in der Tui-Arena
Nachrichten Kultur So gut war David Garrett in der Tui-Arena
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22:50 27.11.2016
Von Stefan Arndt
David Garrett in der Tui Arena. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Dann kann man es ruhig mal richtig krachen lassen. Und so wird den gut 8000 Zuhörern auch ordentlich eingeheizt mit Feuerwerk aller Art. Es blitzt, brennt und leuchtet immer wieder um die mittig im Saal platzierte, sehr aufwendige Bühne. Und auch an musikalischer Pyrotechnik hat Garrett nicht gespart: So bombastisch wie hier klang seine Musik bisher nur selten.

Das liegt auch daran, dass er sie erstmals zu einem erheblichen Teil selbst geschrieben hat, wie der Geiger immer wieder betont: „Wir Musiker müssen Risiken eingehen, wenn wir etwas Neues schaffen wollen“, sagt er etwa. Doch ganz so unerhört klingen seine eigenen Stücke dann doch nicht: ein bisschen „Fluch der Karibik“, ein bisschen „Vier Jahreszeiten“ – fertig ist das Musikgebräu, das Garrett mit blitzsauberen und entschiedenen Bogenstrichen serviert. Unterstützt wird er dabei von der Sängerin Ethida und einer fünfköpfigen Band um seinen langjährigen Gitarristen und Arrangeur Franck van der Heijden, mit dem er sich auch schon mal einen Wettkampf zwischen E-Gitarre und E-Geige liefert.

Dass mit der Neuen Philharmonie Frankfurt zusätzlich noch ein ausgewachsenes, aber bei Weitem nicht ausgelastetes Sinfonieorchester mit von der Partie ist, erscheint dagegen fast übertrieben – aber das ist Garrett wohl seinem Ruf als Klassikrebell schuldig. Und darum steigt er wohl auch kurz vor Schluss einmal auf den weißen Flügel. Klassik gibt es ansonsten aber nur in schwachen Dosen zu hören: als Ratespiel mit Schnipseln aus Beethovens Fünfter und Bachs d-Moll-Toccata („Wer hat’s nicht erkannt?“, ruft Garrett in den Saal und ist mit der ausbleibenden Antwort zufrieden) oder mit einer fiesen Bearbeitung von Tschaikowskis Klavierkonzert.

Da wirkt sogar seine „Ghostbusters“-Version geschmackssicherer, zu der sich ein riesiger aufblasbarer Geist aus einer Kiste am Bühnenrand windet, oder „Purple Rain“ als Hommage an den verstorbenen Prince. Zu den letzten Takten fährt Garrett stellvertretend für den Sänger auf einem Hubpodest in den Himmel. Zumindest ein Stückchen.

Garrett verbeugt sich auch vor Led Zeppelin, er spielt Coldplays „Viva la Vida“ und sogar einen Song seiner Schwester. Als echter Rocker geht der zarte Geiger aber auch diesmal nicht durch. Um wirklich alle im bunt gemischten Publikum mitzunehmen, gibt es schließlich auch Walzer- und Sirtaki-Klänge, zu denen die Tänzer des Deutschen Fernsehballetts durch die Halle schweben, und viele Balladen, die auf der Grenze zum Kitsch balancieren. Zu „You Are My Inspiration“ spaziert Garrett verträumt quer durch die Halle: Das Stück sei den Zuhörern gewidmet, sagt er. Irgendwie glaubt man ihm ja gern, dass er sein Publikum liebt. Und liebt ihn zurück.

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