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Status Quo rocken die Swiss Life Hall

Akustikkonzert Status Quo rocken die Swiss Life Hall

Wer hätte das gedacht: Die Rockband Status Quo setzt auf neuen Sound und Akustikgitarren. Am Freitag begeisterte die Kultband das Publikum in der Swiss Life Hall aber noch ein letztes Mal in bewährter Elektromanier - allerdings ohne Rick Parfitt. Der musste nach einen Herzinfarkt im Juni aussteigen und wurde durch Richie Malone ersetzt.

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5000 Rockfans feiern mit Status Quo.

Quelle: Behrens

Hannover. Punkt neun beginnt für die Ü-50-Generation in der Swiss Life Hall die Reise in ihre Jugend. In die Zeit, als die Haare noch länger waren, Jeans-Westen mit Band-Stickern und In-Getränke wie Tutschi (Weinbrand mit Cola) oder Apfelkorn das Leben bestimmten. Und in der Vinyl-Alben von Status Quo, zuvorderst das 1976 in Glasgow aufgenommene Doppel-Live-Album, in jedem Twen-Haushalt zur Inneneinrichtung gehörten.

Die Kultband Status Quo hat in der Swiss Life Hall in Hannover vor 5000 Fans gerockt.

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„Caroline“ dröhnt aus den Boxen. Und die Mehrheit der 5000 anwesenden Rock-Fans singt textsicher mit. Der Start eines kernigen Rockabends (mit den rüstigen Uriah Heep im Vorprogramm), wie ihn sich alle Quo-Fans wünschen. Die letzte elektrische Tour der Band um Originalmitglied Francis Rossi soll es sein. Angeblich. Also wird noch mal das volle elektrische Gedeck aufgefahren. Im Hintergrund signalisiert eine Wand von Marshall-Verstärkern - es wird laut. Ohrstöpsel sind im Vorraum für einen Euro erwerblich. Fast zwei Stunden dauert die Zeitreise. Böse Menschen behaupten, Status Quo seien wie Modern Talking - nur rockiger. Das Spiel mit den immer gleichen Tonarten, den immer gleichen Riffs und dem kraftvollen Boogie-Rock-Rhythmus, zu dem jeder mit muss, beherrschen sie aber mit Bravour.

An diesem Abend stimmt alles: Die Abfolge der Songs ohne Spannungsverlust, der druckvoll und klar abgemischte Sound und die Energie der Band. Ihr ist anzuhören wie ihr der Rick-Parfitt Ersatz an der Gitarre, Ricky Malone, gut tut. „I Ain’t Gonna Work  No More“ singt Francis Rossi im ersten Drittel des Konzerts in dem Song „Softer Ride“. Aber wird dieser Mann, der immer noch mit großem Spaß seine Telecaster-Gitarre verdrischt und das Publikum zum Mitsingen animiert, jemals aufhören auf der Bühne zu arbeiten? Vielleicht kommt er mit der Akustik-Version von Status Quo wieder? Oder doch mit schwerem elektrischem Gerät? Wer hört wie Quo zum Schluss mit „Whatever You Want“ und „Rockin All Over The World“ die Halle rocken, mag an keinen Abschied von der Steckdose glauben.

Von Bernd Schwope

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