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"The Whisper Opera" – zart und leise wie ein Traum

Kunstfestspiele Herrenhausen "The Whisper Opera" – zart und leise wie ein Traum

Musik an der Grenze zum Hörbaren: Nach den imposanten "Gurre-Liedern" präsentieren die Kunstfestspiele nun eine Oper im Kleinstformat.

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Leiser Paukenschlag: Die Bühne von "The Whisper Opera"

Quelle: Stefan Arndt

Hannover. Was hört man, wenn man ein Becken mit den Fingern dreht? Eigentlich nichts. Es ist also eine ideale Ouvertüre für "The Whisper Opera", die Flüsteroper von dem Komponisten David Lang und dem Autor und Regisseur Jim Findlay, die nun viermal in der Orangerie Herrenhausen zu hören war. Zu hören ist nämlich auch beim Becken etwas. Man muss sich nur etwas bemühen, um ein leises, schepperndes Eiern wahrzunehmen. Ein ordinäres Geräusch eigentlich, doch hier, in der Welt der Stille, doch schon ein kleines Ereignis.

Die Zuhörer sitzen in der Orangerie, die von weißen Vorhänge in einzelne Abteilungen getrennt ist, auf Ohrenhöhe mit dem auf Stützen errichteten Bühnenboden. Dem Hören, das merkt man so schon vor dem ersten Geräusch, wird hier besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Bald fangen die vier Musiker an, Glockenspiel, Flöte, Klarinette und Cello leiseste Töne zu entlocken, und dann summt auch eine Sängerin weit draußen vor den Vorhängen eine Melodie. Die sanften Klänge werden nach unten zu den Zuhörern gereicht wie edle Getränke bei einer Weinprobe: Jeder Schluck ein neues Erlebnis. Besaufen kann man sich zu Hause.

Dann hört die Sängerin auf zu summen und beginnt, von der Liebe zu flüstern. Dazu sucht sie nach und nach den Augenkontakt zu jedem einzelnen Besucher im Publikum. Dass manche die Augen geschlossen halten, ist alles andere als ein schlechtes Zeichen: "The Whisper Opera" klingt zart und leise wie ein schöner Traum.

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