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Theater am Aegi: Tina Turners Leben als Musical

"Simply the Best" Theater am Aegi: Tina Turners Leben als Musical

Die Musikshow "Simply the Best" im Theater am Aegi erzählt Tina Turners Karriere nach, mit vielen Songs und historisch akkuraten Kostümen. Doch Tina Turners berühmteste Frisur taucht erst in der zweiten Hälfte der Musikshow auf: Die blondierte, tödliche toupierte Löwenmähne die zu allen Seiten hin absteht.

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Nah an Tina Turner: Die Show „Simply the Best“ im Theater am Aegi. Foto: Franson

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Zu dem Zeitpunkt sind auf der Bühne schon einige Hochs und Tiefs in der Karriere der Sängerin durchgelaufen: Die Zusammenarbeit und Partnerschaft mit Ike Turner, die an Drogen und Gewalt zerbrach. Ihre ersten Versuche einer Solokarriere, die zwei Alben lang scheiterte, die Touren der Sängerin - die ein paar Jahre später für ausverkaufte Stadions sorgte - durch kleine Clubs. Und dann taucht eben die Löwenmähne auf. In Jeansjacke und kurzem Lederkleid singt Tina Turner ihren großen Comeback-Song „What’s Love Got To Do With It“.

"Simply The Best": Das Leben der Rock-Ikone Tina Turner wird als Musical im Theater am Aegi erzählt.

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Nur, dass Tina Tuner, selbstverständlich, nicht Tina Turner ist: „Simply the Best“ ist eine der erfolgreichen Shows des Musikproduzenten Bernhard Kurz, der sich mit seinem Konzept „Stars in Concert” auf Konzertsimulationsshows mit Doppelgängern der Stars spezialisiert hat. Madonna, Michael Jackson, Elvis - Kurz hat alles im Programm. Und eben auch Tina Turner.

Auf den Punkt gearbeitet

Was die Shows von „Stars in Concert” auszeichnen soll, ist eine sehr große Nähe zum Original - sowohl die Band in „Simply the Best” wie auch die Hauptdarstellerin sind Profis, die auf den Punkt arbeiten können und passable bis sehr gute Coverversionen von Tina-Turner-Songs abliefern. Dazu gibt es knapp bekleidete Tänzerinnen und Background-Sängerinnen. Gleichzeitig werden auf einer Leinwand - sozusagen zum Live-Abgleich - Konzertmitschnitte vom Original gezeigt, die immer wieder mit Kamerabildern aus der gerade laufenden Show verschnitten werden.

Die Botschaft, die übermittelt werden soll, ist klar: Das hier und das Original sind so gut wie gleich. Für zusätzliche Authentizität sorgen die Kostüme, hauptsächlich die der Tina-Turner-Darstellerin, die gewechselt werden als gäbe es kein Morgen: Sommerkleidchen, Catsuit, Silberfransenfummel, Lederrock und das Kostüm der Acid Queen aus „Mad Max - Beyond the Thunderdome”, für den Tina Turner den Titelsong „We don’t need another Hero” sang.

Alle diese Coverversionen und Kostümwechsel werden begleitet von geschauspielerten Szenen, die die Karriere von Tina Turner nacherzählen sollen, so dass sich am Ende eine Mischung aus Konzert und skizzenhafter Biografie ergibt, die allerdings den Fokus eher auf die Musik als auf historische Korrektheit legt. „Simply the Best” lebt vor allem von der Energie der Live-Musik.

Gute Annäherung

Und auch, wenn die Show letzlich nichts ist als der aufwändig gestaltete Auftritt einer sehr guten Coverband: Das Publikum im ausverkauften Theater am Aegi reißt es schon vor der Pause von den Sitzen, als stünde die leibhaftige Tina Turner auf der Bühne. Eine gute Annäherung ist „Simply the Best” also allemal.

Demnächst im Theater am Aegi: Am Sonntag, 30. April um 20 Uhr gibt es „Daddy Cool - Das Boney M. Musical“.

von Jan Fischer

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