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Nachrichten Kultur Studenten in Hannover dürfen gratis ins Theater 
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13:40 11.03.2018
Gratis ins Theater: Schauspielintendant Lars-Ole Walburgunterzeichnet Vertrag mit Studierenden. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

 Am 1. März hätten sie die Wahl zwischen „Macht und Widerstand“ von Ilija Trojanow im Schauspielhaus und „Mädchen wie die“ von Evan Placey im Ballhof Zwei, am 2. März können sie zwischen „Extrem laut und unglaublich nah“ und „Chaostage. Der Ausverkauf geht weiter“ wählen. Das Schöne dabei: Egal, wofür sie sich entscheiden, der Eintritt wird immer gratis sein. Denn am 1. März tritt die „Theaterflatrate“ des Schauspiels für Studierende in Hannover in Kraft. 

Am Freitag haben Schauspielintendant Lars-Ole Walburg, Theaterverwaltungschef Jürgen Braasch und Vertreter von Studierendenverbänden der Stadt entsprechende Verträge unterzeichnet. Die sehen vor, dass jeder Studierende, ob Theaterfreund oder nicht, pro Semester 50 Cent mehr an Semestergebühren bezahlt. Dafür darf er gratis in alle Aufführungen des Schauspiels – sofern es sich nicht um Premieren, Gastspiele oder Sonderveranstaltungen handelt. Studierende müssen sich an der Kasse registrieren. Dort erhalten sie eine Flatrate-Nummer; mit dieser Nummer und ihrem Ausweis können sie kostenlos die Vorstellungen besuchen. Anmeldungen sind zwei Tage im Voraus möglich.  

Das Projekt ist vorerst auf zwei Semester befristet. In dieser Zeit will man Erfahrungen sammeln und auch prüfen, wie hoch die Einnahmeverluste sind –schließlich mussten Studenten für die günstigste Eintrittskarte im Schauspiel bisher acht Euro zahlen. Auf diese Einnahmen muss das Theater nun verzichten.

Die Verantwortlichen in der Staatsoper werden diese Testphase mit Interesse verfolgen. Denn für die Oper gilt die Flatrate einstweilen noch nicht. Dort würde es noch „interne Diskussionen“ über das Thema geben, sagte Verwaltungsdirektor Jürgen Braasch. 

Ob sich die Theatergastronomien auf das neue Publikum einstellen wird, ist noch offen. Intendant Walburg wies darauf hin, dass das Bier in der Cumberlandschen Galerie ohnehin sehr günstig sei: Zwei Euro pro Flasche.

Von Ronald Meyer-Arlt

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