Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Theatermuseum mit neuen Sonderausstellungen

Theatermuseum Hannover Theatermuseum mit neuen Sonderausstellungen

Wie sah das Privatleben von Schriftsteller Hans Fallada aus? Bisher war darüber nur wenig bekannt. Eine neue Ausstellung im Theatermuseum soll das ändern. Und noch zwei weitere Sonderausstellungen zeigt das Museum vom 24. März bis 5. Juni.

Voriger Artikel
Cäthe sorgt für Atmosphäre im Kellerklub
Nächster Artikel
Was heißt eigentlich Volk?

Hans Fallada privat:
Ein Blick ins Familienalbum.

Hannover. Carsten Niemann, Chef des Theatermuseums im Schauspielhaus, freut sich: „Wir wollen dem Schriftsteller Hans Fallada ins Gesicht sehen.“ Denn über das Privatleben des Schriftstellers Hans Fallada (1893–1947) ist bislang nur Lückenhaftes und zum Teil auch Falsches bekannt. Eine Wanderausstellung, die das Hans-Fallada-Museums in Carwitz konzipiert hat und auf Reisen schickt, möchte das Bild über einen der bedeutendsten sozialkritischen deutschen Autoren ergänzen und zurechtrücken. Zu den bekanntesten Werken des in Greifswald geborenen Schriftstellers Hans Fallada zählen „Kleiner Mann – was nun?“, „Jeder stirbt für sich allein“ und „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“.

Unter dem Titel „Hans Fallada. Familienbilder“ zeigt das Theatermuseum die bisher umfangreichste Sammlung über die familiären Wurzeln und Prägungen des Schriftstellers und reichert sie mit Exponaten aus privaten Beständen an. Hans Fallada hieß mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen. Zu sehen sind Briefe, Texte und Fotos aus der Familie sowie Dossiers zu Themen aus dem Leben des Literaten. Gezeigt wird auch ein Stammbaum des Schriftstellers, der bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Danach kommen die Vorfahren des Dichters aus dem Gebiet des heutigen Niedersachsen – väterlicherseits aus Ostfriesland, mütterlicherseits aus dem Harz. Zudem nimmt die Ausstellung Bezug auf die im Schauspielhaus Hannover gezeigten Fallada-Inszenierungen „Bauern, Bonzen, Bomben“ von 2011 und die aktuelle Inszenierung „Wolf unter Wölfen“ (mehr dazu auf Seite 10). In der Ausstellung zu sehen sind Bühnenmodelle, Kostüme, Requisiten und Dokumente der hannoverschen Theaterfassungen.

Fallada-Fans können nach dem Theaterbesuch ihr Wissen über den Dichter vertiefen. Wer „Wolf unter Wölfen“ auf der Bühne gesehen hat, erhält mit der Theaterkarte ab 24. März kostenlosen Eintritt für alle drei Ausstellungen des Theatermuseums.

„The Art Of John Lennon“

Immer wieder stehen im Theatermuseum Erinnerungen an eine besondere Künstlerpersönlichkeit im Mittelpunkt. In der Sonderschau „The Art Of John Lennon“ lernen die Besucher den Ausnahmemusiker John Lennon (1940– 1980), der mit den Beatles und als Solokünstler in die Geschichte einging, von einer ganz neuen Seite kennen: Zum ersten Mal werden in Hannover seine Zeichnungen und Grafiken ausgestellt. „Besonders bewegen mich die Zeichnungen, die er mit seinem damals fünfjährigen Sohn Sean schuf“, sagt der Sammler Michael-Andreas Wahle, der dem Museum eine Vielzahl von Lennons Werken zur Verfügung gestellt hat. Zudem sind viele Exponate aus der Zeit der Musikkarriere und dem Privatleben des Beatles zu sehen. Die Ausstellungsstücke präsentieren neben dem Musiker und Songschreiber John Lennon auch den humorvollen Zeichner, liebevollen Vater und Ehemann oder politischen Aktivisten. Ein ungewöhnlicher Einblick in ein bewegtes und bewegendes Künstlerleben.

Als Fortsetzung der Heinz-Erhardt-Ausstellung zeigt das Theatermuseum außerdem „Dieter Harzig (1928–2014). Heinz Erhardts Lieblingszeichner“.

Informationen zum Begleitprogramm der Sonderausstellungen unter: www.staatstheater-hannover.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
„Horror“ im Theater am Aegi