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Kultur Thomas Godoj mit rockigen Klängen im Musikzentrum
Nachrichten Kultur Thomas Godoj mit rockigen Klängen im Musikzentrum
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19:44 16.12.2011
Thomas Godoj im Musikzentrum. Quelle: Simon Peters
Hannover

Er kommt von hinten. Während die drei Gitarristen der Band mit dem Rücken zum Publikum über die Saiten ihrer Instrumente schrammen, bahnt sich Thomas Godoj mit einer helmartigen Mütze und Mikro den Weg mitten durch das Publikum im vollen Musikzentrum. Als er, auf der Bühne angekommen, die Mütze mit den weißen Plüschohren abnimmt, legt er richtig los. Zu rockigen Klängen tanzt und dreht er sich wild, springt und lässt seine langen Haare hin- und herschwingen. Die Zuschauer sind von der ersten Sekunde an voll dabei. Sie singen mit, klatschen und springen. Mit tiefer, markanter und voluminöser, starker Stimme singt Godoj „Es muss Licht und Schatten geben“. Und das Publikum setzt textsicher mit ein.

Godoj ist einer der wenigen „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner, die nicht schon nach einem Jahr vergessen sind. Außer Alexander Klaws, dem ersten „DSDS“-Gewinner, der die Hauptrolle im „Tarzan“-Musical übernommen und 2011 sein fünftes Album herausgebracht hat, und Mark Medlock, der ebenfalls 2011 seine fünfte Platte veröffentlichte, sind die „Superstars“ von einst längst wieder in der Versenkung verschwunden.

Nicht so Thomas Godoj. Im Nachhinein kann man ihn sich auch kaum vorstellen in der künstlichen Glitzer-Glamour-Pop-Welt von Dieter Bohlen und RTL. Von den acht Gewinnern war er – er siegte 2008 –  eine Sonderfigur. Er war der Rocker, nicht gemacht für Bohlen-Hits. Und trotzdem gewann er.

Im Musikzentrum hat er seine Fans, die meisten 30 Jahre und älter, die die deutschen Texte zu rockigen Klängen mögen. Auch wenn seine Songs, in denen er den „Schnee von gestern“, die „Dächer einer ganzen Stadt“ oder das „Niemandsland“ besingt, nach einer Stunde alle ein bisschen zu ähnlich klingen, so sind die zwei Stunden – zuvor hatte die sympathische Vorband Gardener einen starken Auftritt – ein gutes Konzert. Die Zuschauer wollen Godoj am Ende gar nicht gehen lassen.

Irgendwann während seines Auftritts stand der 33-jährige Sänger da auf der Bühne und sagte: „Ich bin glücklich, dass ich das schon vier Jahre machen darf. Das bedeutet mir sehr viel.“ Es kam aus tiefem  Herzen. Und wenn es nach den Zuschauern geht, darf er bald wiederkommen.

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