Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Museum zeigt Totenköpfe in der Modewelt

Neue Ausstellung in Kassel Museum zeigt Totenköpfe in der Modewelt

Mit dem Tod umgibt man sich nicht gern - dennoch sind Totenköpfe auf der Kleidung ein beliebtes und oft genutztes Motiv. Warum ist das so? Diese Frage will eine neue Ausstellung in Kassel beantworten.

Weinbergstraße 25, 34117 Kassel 51.30919 9.48765
Google Map of 51.30919,9.48765
Weinbergstraße 25, 34117 Kassel Mehr Infos
Nächster Artikel
Irgendetwas stört

Auf den Schuh gekommen: ein stilisierter Totenkopf im Sepulkralmuseum in Kassel. 

Quelle: dpa

Kassel. Von Christian Audigier bis Alexander McQueen - viele bekannte Modedesigner nehmen Totenköpfe oder Skelette in ihre Kollektionen auf. Doch was macht den Erfolg dieser morbiden Zeichen aus und was bringt Menschen dazu, sich mit Todessymbolen zu schmücken? Diesen Fragen geht die neue Ausstellung "Das Sepulkralkaufhaus - Buy now, die later!" im Sepulkralmuseum in Kassel nach.

"Wir sind im Alltag von Todesmotiven umgeben. Mode ändert sich schnell, aber das Totenkopfmotiv bleibt", sagte Kuratorin Ulrike Neurath am Donnerstag. Vor allem Filme wie "Fluch der Karibik", aber auch Künstler wie Damien Hurst hätten zur Verbreitung beigetragen.

Bedeutungsentzug durch Kommerzialisierung

Ein Totenkopf habe Menschen früher in Angst und Schrecken versetzt, berichtete Kurator Gerold Eppler. Heute aber seien die Motive so sehr kommerzialisiert, dass kaum einer über die Bedeutung nachdenke. "Manche sehen in der Piratenflagge nur noch den Piraten und nicht mehr ein Todesmotiv."

In "Abteilungen" wie Piraten, Kinder, Sport oder Dessous sind von Freitag an bis 8. November 2015 in der als Kaufhaus inszenierten Ausstellung nicht nur T-Shirts und Taschen zu sehen, sondern auch Baby-Strampler oder BHs mit Totenköpfen. Ed-Hardy-Taschen von Audigier, ein Totenkopf-Hemd von McQueen, aber auch Trikots aus dem Rad- und Motorradsport sowie von Kampfsportarten werden ausgestellt. "Sportler wollen damit Risikobereitschaft oder die eigene Unerschrockenheit symbolisieren", sagte Eppler.

Keine Biker-Kutten

Die mit Totenköpfen verzierten Biker-Kutten, die die Zugehörigkeit zu einer Rocker-Gruppe symbolisieren, sind übrigens nicht zu sehen. "Die Rocker-Szene rückt ihre Kutten nicht heraus", sagte Eppler.

Gemäß dem Motto "Buy now, die later" (kauf jetzt, stirb später) sollen in einem "Sale" zum Ende der Ausstellung viele Teile versteigert werden. Das Sepulkralmuseum hat dazu auch eine eigene T-Shirt-Kollektion herausgebracht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
Billy Talent in Hannover

Billy Talent in Hannover: Die besten Bilder des Konzerts in der Swiss-Life-Hall.