Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Hamburg nimmt Abschied von Roger Cicero
Nachrichten Kultur Hamburg nimmt Abschied von Roger Cicero
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:31 15.04.2016
Der Pop- und Jazzmusiker Roger Cicero starb am 24. März in Hamburg. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Anzeige
Hamburg

Familie und Freunde, Kollegen und Wegbegleiter haben am Freitag Abschied von Roger Cicero genommen. Der Jazzsänger war am 24. März im Alter von 45 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Zur Trauerfeier in der St. Gertrud-Kirche in Hamburg kamen Gäste wie Komiker und Musiker Olli Dittrich, TV-Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt sowie ESC-Kommentator Peter Urban. Cicero-Songs wie "Was immer auch kommt" und "Ich hätt' so gern noch Tschüss gesagt" erklangen noch einmal. Bereits Stunden vor Beginn der Trauerfeier hatten Fans im strömenden Regen vor der Kirche gewartet.

Zur Galerie
In der St.-Gertrud-Kirche im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst nahmen Freunde und Kollegen Abschied von Roger Cicero.

Vertreter von Plattenfirma und Konzertveranstalter, Freunde und Kollegen ergriffen in der Trauerfeier vor knapp 600 Gästen das Wort, um Cicero zu würdigen. "Heute Abend wollte er eigentlich in Wien sein", sagte Konzertveranstalter Dieter Semmelmann, "heute Abend wollte er mit seiner Big Band wieder Frank Sinatra zelebrieren". Cicero sei ein "großartiger Ausnahmekünstler" gewesen. "Wir haben einen ganz Großen verloren, der eine Lücke hinterlässt, die nicht zu füllen sein wird - weder musikalisch noch menschlich." Am Ende verabschiedeten sich die Trauernden mit weißen Rosen am Altar.

Im April wollte Cicero auf Tour gehen

Cicero hatte für Deutschland 2007 beim Eurovision Song Contest (ESC) gesungen und mit "Frauen regier'n die Welt" den 19. Platz belegt - wenige Wochen nach seiner ersten Trophäe beim Musikpreis Echo. Im Jahr zuvor war er mit dem Album "Männersachen" (2006) erstmals weit vorn in den Charts gelandet und hatte mit der Auskopplung "Zieh die Schuh aus" seinen ersten Hit. Die letzten großen Projekte des Wahl-Hamburgers waren "Cicero Sings Sinatra" und "The Roger Cicero Jazz Experience" - mit beiden wurde er erneut für Echo-Trophäen nominiert, darunter für den Echo Jazz, der am 26. Mai in Hamburg vergeben wird. Der Musiker war vor seinem Tod gerade wieder durchgestartet, nachdem er zuvor wegen Erschöpfung eine längere Pause einlegen musste. Im April wollte Cicero bei seiner ausverkauften Tournee wieder auf der Bühne stehen, unter anderem am 15. April in der Wiener Stadthalle. Kurz nach seinem Tod platzierten sich gleich fünf Alben des Sängers in den Charts.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kultur Benjamin von Stuckrad-Barre im Apollo - Phönix aus der Flasche

Benjamin von Stuckrad-Barre ist zurück aus dem Drogenrausch – und mit dem Bestseller „Panikherz“ zu Gast im Apollo. Viel Pop ist nicht mehr übrig bei der Show des einstigen Pop-Literaten. Passen würde das jetzt aber auch nicht mehr, nicht mit diesem erschütternden Buch über Aufstieg und Fall, Rausch und Entzug.

18.04.2016
Kultur NDR Radiophilharmonie mit Andrew Manze - Was macht ein Dirigent?

Andrew Manze steht auch im kommenden Jahr im Mittelpunkt bei den Konzerten der NDR Radiophilharmonie.

Stefan Arndt 18.04.2016

Es klingt nur scheinbar unspektakulär: Susanne Rode-Breymann bleibt für eine zweite Amtszeit Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. An anderen Ausbildungsstätten ist solche Konstanz beim Führungspersonal tatsächlich der Normalfall.

Stefan Arndt 17.04.2016
Anzeige