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Trio-Trommler Peter Behrens ist tot

Neue Deutsche Welle Trio-Trommler Peter Behrens ist tot

Peter Behrens, Trommler der während der Neuen Deutschen Welle erfolgreichen Band Trio, ist tot. Behrens starb am Mittwoch im Alter von 68 Jahren in einem Krankenhaus in Wilhelmshaven an multiplem Organversagen, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf seine Tochter berichtete.

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Der ehemalige Trio-Schlagzeuger Peter Behrens ist tot.

Quelle: dpa/Archiv

 Auch der letzte musikalische Kompagnon von Behrens, Ecki Schrader, bestätigte auf der Facebook-Seite des Duos Peter Behrens feat. Ecki S. den Tod von Behrens. Behrens hatte nach dem Ende von Trio 1986 erfolglose Versuche einer Solo-Karriere gestartet. Er machte wiederholt durch Alkohol- und Drogenprobleme Schlagzeilen und galt als ein Beispiel für einen gescheiterten Star.

Das mit Trio verdiente Geld hatte er ausgegeben und lange von Sozialhilfe gelebt. Mit Ecki Schrader tourte er in letzter Zeit immer mal wieder durch Clubs in Norddeutschland und spielte dabei Trio-Lieder. Während der Neuen Deutschen Welle sorgte Behrens vor allem durch die Trio-Auftritte in der ZDF-"Hitparade" für Aufsehen. Der ausgebildete Clown trat stets im weißen T-Shirt mit roten Hosenträgern auf und verzog während der Auftritte keine Miene. Trio hatte 1982 mit "Da, da, da" einen Welthit.

Das Lied schaffte es in Deutschland zwar hinter Nicoles "Ein bisschen Frieden" nur bis auf Platz zwei der Charts, weltweit verkaufte es sich aber etwa 13 Millionen Male und stand etwa auch in Brasilien oder Kanada vorne in den Charts. Später wurde das Lied in Coverversionen immer wieder zu Werbezwecken eingesetzt, etwa von Pepsi 2006 während der Fußball-Weltmeisterschaft in einer außer in Deutschland weltweit laufenden Kampagne. Weitere Hits von Trio waren "Anna - Lassmichrein Lassmichraus" oder "Bum Bum".

Nach einem Streit um die weitere musikalische Ausrichtung löste sich die durch ihren Minimalismus bekannt gewordene Band 1986 auf. Von den drei Musikern lebt jetzt nur noch Sänger Stephan Remmler. Gitarrist Gert "Kralle" Krawinkel war 2014 verstorben.

afp

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